Kritik zum Franken-"Tatort“: Subtile Spannung

An diesem Sonntagabend ermittelten die Hauptkommissare Paula Ringelhahn (Dagmar Manzel) und Felix Voss (Fabian Hinrichs): Unsere Kritikerin Bettina Fraschke findet den neuen Fall eigenwillig, aber authentisch.

An dieser „Tatort“-Folge ließ sich gut der Kalenderspruch-Test anwenden: Wenn TV-Figuren Lebensweisheiten von sich geben, kann das schnell nervtötend werden. Beim Franken-„Tatort: Das Recht, sich zu sorgen“ war das nicht der Fall. Ob Hoffen besser ist, als sich mit einem endgültigen Verlust zu arrangieren – zum Beispiel darüber sinnierten die Ermittler Paula Ringelhahn und Felix Voss. Und dass hier keinerlei Kalenderspruch-Kitsch aufkam, lag an den außerordentlichen Darstellern Dagmar Manzel und Fabian Hinrichs. So authentisch und zurückgenommen agierten sie, dass die tiefe Menschlichkeit des Falls desto spürbarer wurde.

Klar, für Actionfans wurde nicht viel geboten. Trotz aller Spannung, die subtil, aber unerbittlich Schritt für Schritt höher geschraubt wurde.

Der Bayerische Rundfunk punktete wieder einmal mit einer eigenwilligen, sehr düsteren Stimmung. Regisseur Andreas Senn und Autorin Beate Langmaack setzten auf eine Erzählweise, die die Szenen nur locker verknüpfte und die sicher nicht jedermanns Sache war. Wer sich aber darauf einließ, konnte der Gefühlslage der beiden Mörder oder der einsamen erwachsenen Tochter wirklich nahekommen.

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