Kritik zum Frankfurter "Tatort": Brennend aktuell

Viel besser. Der eigentlich stets hochklassig aufspielende Frankurter „Tatort“ hat nach der schwachen Folge „Wendehammer“ Mitte Dezember nun wieder zu seiner gewohnten Form zurückgefunden, findet Kulturredakteurin Bettina Fraschke. 

Und das mit demselben Regisseur: Markus Imboden inszenierte „Land in dieser Zeit“ nach einem Buch von Khyana el Bitar, Dörte Franke und Stephan Brüggenthies.

Am Wichtigsten waren die dramaturgischen Zwischentöne, die Skizzen der drei jungen Frauen, die in verschiedener Intensität ausländerfeindlich waren – und ihre eigene Tat dem afrikanischstämmigen Dealer unterschieben wollten. „Das war ein Anschlag, um die Stimmung gegen Ausländer aufzuheizen“,  bilanzierte Kommissarin Anna Janneke (Margarita Broich). Kollege Paul Brix (Wolfram Koch) fasste sich in Bezug auf die ausländerfeindliche Ideologie kürzer: „Ich hasse diesen Scheiß!“. Unvermeidlicherweise wurden die ideologischen Debatten recht didaktisch, wie oft bei „Tatort“-Folgen, die gesellschaftspolitische Lehrstücke sein wollen. Machte aber nichts.

Dass polizeilich schließlich nichts wirklich aufgeklärt werden konnte, alle Ermittlungen im Sande verliefen, war angesichts der brennenden Aktualität des Falls besonders frustrierend.

Rubriklistenbild: © hr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.