Lara Sasse über den Tatort aus München

Kritik zum Münchner Tatort: "Passende Ironie"

Den Mörder von Satan mussten die Ermittler Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) in der „Tatort“-Folge „Allmächtig“ finden. Denn der Entertainer Albert Anast (Alexander Schubert) hat ein Anagramm für Satan als seinen Künstlernamen.

Und als eine Art Teufel war er dann auch beruflich tätig: Er führte Menschen in Internetvideos vor. Wie passend, dass unter seinen Opfern auch ein Pfarrer war und die Teufelsanbetung eine Rolle spielte.

Lara Sasse

Die gezeigten Szenen aus Anasts Internetvideos wirkten authentisch - die Bilder wackelten und ruckelten. Es ging nur um den Inhalt. Nur darum, andere bloßzustellen. Regisseur Jochen Alexander Freydank und die Drehbuchautoren Gerlinde Wolf, Harald Göckeritz und Edward Berge verpassten es nicht, ein wenig Ironie spielen zu lassen: Beim Polizeiverhör zu Anasts Tod mochten dessen Videoproduktions-Kollegen es nicht, von einer Kamera aufgezeichnet zu werden. Zynismus, der passte.

E-Mail an die Autorin: sas@hna.de

Fraglich ist allerdings, ob die andere Leiche – eines von Anasts Opfern, ein Messie, wirklich so drastisch dargestellt werden musste. Würmer waren auf der Wunde zu sehen, Fliegen zu hören. Ein bisschen weniger eklig wäre es sicher auch gegangen. Dennoch: Spannend blieb es bis zum Schluss.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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