Kritik zum Münchner "Tatort": Verkaufte Körper

Pädophilie im Internet ist das zentrale Thema des Münchner "Tatorts" mit dem Titel "Das verkaufte Lächeln". Eine TV-Kritik von Nina Nickoll.

Wer war hier Opfer und wer Täter? Diese Frage blieb im Münchener "Tatort: Das verkaufte Lächeln" lange unbeantwortet. Autor Holger Joos und Regisseur Andreas Senn bemühten sich stattdessen um ein differenziertes Bild des Themas Pädophilie und Internet.

Vor den Ermittlern Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) taten sich Abgründe auf: Drei 14-Jährige zogen sich für teure Geschenke vor Pädophilen im Internet aus. Aus dem Wettbewerb wurde tödliches Konkurrenzdenken.

Für Batic stand schnell fest, dass der pädophile Familienvater (Maxim Mehmet) der Mörder von Tim (Justus Schlingensiepen) sein musste. Dass es das "perverse Arschloch" war, war naheliegend, aber falsch. So einfach war es nicht, zeigte der "Tatort" des Bayerischen Rundfunks, denn: Im Netz haben die Digital Natives viel Macht und die Eltern oft keine Ahnung. Auch die Kommissare wären ohne ihren jungen Assistenten Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer) aufgeschmissen gewesen. Unterhaltsam zeigte er den grauhaarigen Ermittlern, wie viel kriminelles Potenzial sich auch auf einer gelöschten Festplatte noch verbergen konnte. (nni)

Rubriklistenbild: © br

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