Kritik zum Saar-Tatort an Weihnachten: Ein Christkind namens Jupp

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Ein falscher Weihnachtsmann? Jens Stellbrink (Devid Striesow) ermittelte.

Devid Striesow als neuer "Tatort"-Ermittler Jens Stellbrink stand in der Kritik - zu albern seien die Fälle aus Saarbrücken. Der aktuelle Fall "Weihnachtsgeld" ist viel besser, findet Mark-Christian von Busse.

Der Saar-„Tatort“ hat sich glücklich gefangen. Mit „Weihnachtsgeld“ haben Autor Michael Illner und Regisseur Zoltan Spirandelli die Albernheiten um den Saarbrücker Kommissar Jens Stellbrink (Devid Striesow) zurechtgestutzt. Noch immer verfolgt Stellbrink Verdächtige auf der Vespa, auf allzu viel Exzentrik, Stichworte: Jogginghose, Gummistiefel und Yogamatte, verzichtet der Saarländische Rundfunk mittlerweile.

Striesows vierte Folge war ein wahrhafter Weihnachtskrimi, mit feinem Witz, aber ohne billigen Klamauk: Eine Maria bekam sogar ein Christkind in einem Stall, wenngleich Jesus hier die Zweitnamen Jupp Jens erhielt. Nicht nur in der Musik-Untermalung wurde allerhand Weihnachtliches integriert. Dabei hielt das „Tatort“-Team den Film klug in der Schwebe zwischen ernsthaftem, verwickeltem Krimi und humoristischem Vergnügen. Alles ein bisschen Retro, mit Flugblättern statt Social Media und geklautem Handy. Amüsant waren die Details, wenn der Helfer des Rotlicht-Königs im Erosclub „Sanssouci“ Nietzsche liest und der Polizeichor die Stimmen für die Weihnachtsfeier lockert. Merkwürdig nur, dass man in Saarbrücken am ersten Feiertag letzte Weihnachtseinkäufe erledigt.

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