Schreiende Furie, verletzliches Mädchen

Kritik zum Stuttgarter „Tatort“: Ruby wie ein Profi

HNA-Volontär Jonathan Vorrath

"Ich sehe Ärger auf mich zukommen“, heißt es im Song „A Bad Moon Rising“ von Creedence Clearwater Revival sinngemäß. Sarah Baumbach (Ruby O. Fee) liebt im Stuttgarter „Tatort“ die Musik der Gruppe und hat selbst Ärger am Hals. Sie gibt zu, einen Sozialarbeiter getötet zu haben, nachdem dieser sie angeblich sexuell genötigt hatte.

In „Happy Birthday, Sarah“ zeigt Ruby O. Fee (17) exzellent die Zerrissenheit der frühreifen Sarah und drückt dem Krimi ihren Stempel auf. Man nimmt ihr die schreiende Furie genauso ab wie das weinende, verletzliche Mädchen.

Regisseur Oliver Kienle gelingt mit dem neuesten Fall der Kommissare Thorsten Lannert (Richy Müller) und Sebastian Bootz (Felix Klare) von Autor Wolfgang Stauch ein spannender Krimi, der trotz Verfolgungsjagd im Parkhaus nicht zur explosionsgeladenen Act-ion-Schießerei verkommt, aber dennoch spannend bleibt. Und das, obwohl von Anfang an klar ist, dass Sarah nicht Jugendarbeiter Andreas Habers (Nikolaj Alexander Brucker) Mörderin ist.

 Interessant ist auch die Familie von Sebastian Bootz, der nach der Trennung von seiner Frau allein mit den Kindern fertig werden muss. Dass dabei Arbeit und Familie kollidieren, wird sympathisch erzählt. (jon)

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