TV-Kritik zum "Tatort" aus Hamburg: Spannender Thriller

Petra Schmidt-Schaller als Kommissarin Lorenz

Nicht oft ist das Kostümbild eines Fernsehfilms eine eigene Erwähnung wert. In dem "Tatort" zu Ostern schon, findet HNA-Kulturredakteurin Bettina Fraschke.

Die fiesen, latent unheimlichen Osterhasenkostüme von Jürgen Knoll waren großartig in ihrer Mischung aus plüschigem Hoppelhase und todverheißender Fratze und trugen nicht unwesentlich zur Spannung des tollen Krimiabends bei.

Dieser Hamburger „Tatort: Frohe Ostern, Falke“ war durchweg gelungen. Drehbuchautor und Regisseur Thomas Stiller erzählte einen für das Team der Bundespolizisten Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) und Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) ungewöhnlichen Fall einer Geiselnahme bei einer WohltätigkeitsveranstaltungLorenz wurde mit festgehalten und brachte mit psychologischem Geschick einen der Geiselnehmer zum Kooperieren. Zur spannenden Actionhandlung kam also die Psychologie des Geiseldramas.

Auch die politische Debatte um die angemessene Unterstützung von Flüchtlingen sowie die Nebengeschichte, die beleuchtete, wie eine Gruppe Politaktivisten, eigentlich ohne es zu wollen, instrumentalisiert und gefährlich radikalisiert wurde, sind sehr gut eingebunden worden.Einziges Problem war an vielen Stellen allerdings – wieder einmal – der schlecht verständliche Ton.

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