Kritik zum „Tatort - Tote Erde“

Kulturredakteurin Bettina Fraschke über den Stuttgarter „Tatort“: Bau dir eine schicke Homepage und schon wirkt deine Protestgruppe seriös und mächtig. Dass sie tatsächlich nur aus zwei Studentlein besteht, lässt sich nicht erahnen.  

Der Grundkonflikt im Stuttgarter „Tatort - Tote Erde“ von Sonntagabend war spannend und vielschichtig. Es ging nicht nur um Giftmüllentsorgung, sondern darum, wie sich Umweltaktivisten heute organisieren und –womöglich noch wichtiger –im Internet präsentieren.

Davon abgesehen hatte der Fall von Regisseur Thomas Freundner, der mit Wolf Jakoby auch das Drehbuch geschrieben hat, einige Mängel. Natalia Wörner ließ sich als Staatsanwältin im Liebesrausch auf unglaubwürdige Art gehen - nicht nur ging sie nie an ihr Handy, sie trat auch öffentlich bei einer Karaoke-Schau auf und nahm während sie am Mikro stand einen dienstlichen Anruf entgegen - das war viel zu dick aufgetragen. Mark Waschke nahm man als ihrem Lover weder die Verliebtheit noch die Skrupellosigkeit des Umweltschweins ab. Und Richy Müller und Felix Klare müssen als Kommissare Lannert und Bootz künftig aufpassen, dass ihre clevere Assistentin Nika (Miranda Leonhardt) ihnen nicht die Schau stiehlt. Die Ermittlungsarbeit hat sie hier zum guten Teil allein gemacht.

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