Kritik zum "Tatort" aus Weimar: Herrlich skurril

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Durchgeknallter Humor im "Tatort": Die Kriminalhauptkommissare Kira Dorn (Nora Tschirner) und Lessing (Christian Ulmen) ermitteln in Weimar.

Herrlich skurril und durchgeknallt: So war der "Tatort" aus Weimar. Dazu eine Kritik von HNA-Kulturredakteurin Bettina Fraschke.

Wer Sprüche vom Kaliber „Wer sitzt denn da im Schrank? Frank. Krank!“, Sätze wie „Den Schuh mit deinem Bein muss ich mir anziehen bis ins Grab“ oder Szenen mag, in denen sich (wie einst bei Monty Python) Frauen mit ihren Handtaschen prügeln, der hatte beim Weimarer „Tatort: Der treue Roy“ seine Freude. Grundsätzlich kann man sagen: Toll, dass sich ein Sender wie der MDR traute, so einen durchgeknallten Krimi an den Start zu bringen, von dem von vornherein klar ist, dass er das Publikum spalten wird.

Die Autoren Andreas Pflüger und Murmel Clausen vertieften mit ihrer dritten Folge für die Weimarer Ermittler Lessing (Christian Ulmen) und Kira Dorn (Nora Tschirner) das skurrile Profil des Duos (Regie: Gregor Schnitzler). Klar, die Gags waren reichlich überzogen und manchmal auch zu sehr vom unbedingten Willen zum Lustigsein geprägt.

Wenn man sich aber darauf einließ, konnte man Setting, Sprüche und die durchaus ernsten philosophischen Zitate (Goethe, Kierkegaard, Faulkner) genießen, zumal bei Lichte besehen das eigentliche Krimigeschehen in weiten Teilen ganz normal aufgeklärt wurde.

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