Kritik zum Wiener "Tatort": Gierige Hunde

+
Ermitteln in Wien: Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer).

Der Wiener "Tatort" hat Schwächen, aber ist dennoch sehenswert - das meint Viktoria Fischer in ihrer Kritik:

Mit dem qualvollen Tod einer jungen Laborantin beginnt der Wiener „Tatort: Gier“ nervenaufreibend und bildgewaltig. Doch im Verlauf verliert die Geschichte rund um kriminelle Machenschaften im Wirtschaftsmilieu zunehmend an Fahrt. Was bleibt, ist ein ruhiger Krimi, der vor allem von seinen Darstellern lebt.

In ihrem neuen Fall kommen die Ermittler Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) mit einer Welt in Berührung, die von geldgierigen und rücksichtslosen Kapitalisten geführt wird. Doch tiefer in die Materie von gewerbsmäßigem Etikettenschwindel und katastrophalen Arbeitsbedingungen in Schwellenländern taucht der Film von Robert Dornhelm und Verena Kurth nicht ein. Fellners lebenskluger Kommentar „Die Gier is a Hund!“ muss als Erklärung reichen.

Und trotzdem: Schon allein wegen der Darsteller, allen voran Adele Neuhauser mit ihrer herrlich herben Art, ist dieser „Tatort“ sehenswert. Lebensechte Dialoge voll mit Wiener Schmäh entschädigen für die eine oder andere Schwäche. Bemerkenswert auch die Leistung von Anian Zoller, den gehörnten Ehemann, der aus einem Psychiatriezimmer heraus einen grausamen Racheplan schmiedet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.