Kubanische Party: Mayito Rivera beschloss das Weltmusikfestival

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Lässige Power: Der Kubaner Mayito Rivera mit seiner Band im Schlachthof. Foto: Fischer

KASSEL. Brodelnd, heiß und ziemlich laut ging es zu beim Finale des 17. Kasseler Weltmusikfestivals. Der kubanische Sänger Mayito Rivera und seine Band heizten am Samstag den Leuten im ausverkauften Kulturzentrum Schlachthof ein.

Mayito Rivera hat über 20 Jahre lang der erfolgreichen Salsagruppe Los Van Van angehört und mit dieser einen Grammy erhalten. Klar, dass er auch im Schlachthof für Stimmung und Partylaune sorgte – optisch cool, sonst sehr energisch.

Rivera verstand sich auf die Animation des Publikums, erwischte als Tänzer punktgenau jeden Percussions-Akzent, und wenn es einmal ruhiger wurde, schmachtete er beim inbrünstigen Tremolo. Etwas schmal klang seine Stimme trotzdem – wohl auch wegen des problematischen Sounds, der nicht vom Schlachthof-Team kam. Eine aggressive Beimischung an Höhen fuhr in die Gehörgänge.

Davon abgesehen überzeugte die lässige Power der Band. Angesagt waren viele Wechselgesänge zwischen Solist und Ensemble, wie man sie auf Kuba liebt. Markante Refrains, etwa die Zeile „Rio seco“, inklusive, aber dargeboten auf eine Weise, die alles andere als einem ausgetrockneten Fluss glich.

Es sprudelte und brodelte bei den sechs Musikern, sie woben ein dichtes Netz der Rhythmen. Zu hören waren zwei Perkussionisten, unter anderem an Timbales und Congas, ein E-Bassist, ein Tastenmann sowie zwei junge Herren, die brummende Posaunentöne in den Saal pumpten, wenn sie nicht gerade mit einer heißen Tanzeinlage beschäftigt waren.

Getanzt wurde auch im Publikum. Gegen Ende holte Rivera mehrere Damen aufs Podium, die neben dem Bandleader die Hüften schwangen. Kuba in Kassel – was will man mehr vom Ausklang eines Weltmusikfestivals?

Von Georg Pepl

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