Festival wird jünger 

Kultursommer Nordhessen mit Kinder- und Jugendprogramm 

Kein Metropolenereignis, sondern Kulturprogramm für ganz Nordhessen: Mit seinem Logo verweist der Kultursommer Nordhessen auf seinen Charakter als Flächenfestival. Foto: Kultursommer/nh

Kassel. Der Kultursommer Nordhessen wird jünger. Erstmals wird in diesem Jahr ein großer Kinder-Kultursommer Bestandteil des Programms. Intendantin Maren Matthes hob gestern bei der Programmvorstellung das kleine Festival im großen Festival hervor.

Es umfasst 25 Veranstaltungen mit Konzerten von Kinderlied bis Klassik, mit Musical, Kindertheater, Märchen und Ferienspielen.

Durch neue Programm wird der Kultursommer in diesem Jahr so umfangreich wie nie zuvor. 95 Veranstaltungen an 62 Spielorten in Nordhessen sind zwischen dem 17. Juni und dem 13. August zu erleben. Im Vorjahr waren es 68 Veranstaltungen an 50 Orten.

Los geht es ganz traditionell mit einem großen Musikpicknick im Park von Schloss Wilhelmsthal. Und wieder bildet die klassische Musik einen großen Festival-Schwerpunkt: Nach ihrem großen Erfolg im vergangenen August in Zierenberg sorgt die japanische Geigerin Midori erneut für Starglanz in Nordhessen: Am 9. August ist sie in Frankenberg zu Gast.

Eine Quartettreihe, unter anderem mit dem Leipziger Streichquartett (15.7., Zierenberg), und ein Klaviersommer für junge Pianisten im Kloster Haydau versprechen interessante Konzerterlebnisse. Den festlichen Abschluss des Kultursommers bildet auch in diesem Jahr die Reihe Sommer-Sinfonie mit internationalen Jugendorchestern. Dabei sind diesmal das Orchestre Français des Jeunes, das Polska Orkiestra Sinfonia Iuventus und das European Union Youth Orchestra.

Prominente Namen umfasst die Literatur-Reihe. Hier gastieren unter anderem Corinna Harfouch, Edgar Selge und Franziska Walser sowie Anna und Katharina Thalbach.

In der A-cappella-Reihe sorgen bekannte Ensembles wie Viva Voce und die britische Formation White Raven musikalisch für gute Laune. Schauspiel, Jazz und Weltmusik (etwa mit Jasmin Tabatabai), Theateraufführungen, aber auch Comedy (mit Alfons und anderen Stars) und Kleinkunst gehören zum Programmspektrum des Kultursommers.

Daneben werden regionale Schwerpunkte gesetzt, etwa mit einem Konzert anlässlich des 150. Geburtstags der Kasseler Komponistin Luise Greger.

Der Festival-Etat steigt von 750 000 Euro im Vorjahr auf 826 000 Euro. 23 Prozent werden durch öffentliche Zuschüsse (vor allem des Landes Hessen) gedeckt. 48 Prozent werden durch Sponsoren erbracht, 29 Prozent durch eigenen Einnahmen gedeckt.

Von Werner Fritsch

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