Kulturzelt Wolfhagen: Max Mutze begeisterte das Publikum

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Gefühlvoll: Max Mutzke beim Auftritt im Kulturzelt Wolfhagen.

Wolfhagen. Jazzer Max Mutze überzeugte zum Auftakt der Festival-Saison in Wolfhagen mit charismatischer Stimme und authentischer Ausstrahlung.

Maximilian Nepomuk Mutzke, heißt er mit vollem Namen und so individuell das klingt, so individuell ist Max Mutzke auch als Mensch und Musiker. Selbst als der heute 37-Jährige 2004 durch seinen Sieg bei Stefan Raabs Castingwettbewerb einem Millionenpublikum bekannt wurde und im selben Jahr Deutschland beim Eurovision Song Contest vertrat, blieb der im südbadischen Waldshut-Tiengen geborene Songschreiber und Sänger seiner Linie treu und machte weiter die Musik, die er machen wollte: Pop, Funk, Soul und Jazz. „Max“ heißt sein aktuelles Album.

Am Mittwoch eröffnete Mutzke zusammen mit seiner Band, dem holländischen Trio MonoPunk, das Kulturzelt Wolfhagen. Die gut 400 Besucher feierten ihn. Und das nicht nur wegen seiner sehr rhythmisch akzentuierten Stücke und seiner grandiosen, schwarzen Stimme, die er so mühelos in schier unbegrenzte Höhen katapultiert. Mutzke ist ein sympathischer Typ, der auf Augenhöhe mit den Zuhörern bleibt. Und er hat die Gabe, ein Publikum zum Mitsingen zu animieren, und das permanent. Kleine, witzig gehaltene Rüffel gehören dazu: „Wie könnt ihr denn bei diesen Songs sitzen bleiben“, ermahnt er die Besucher. Sekunden später sitzt niemand mehr.

Funkig geht es in den Abend. „Ich kann dich nicht sehen“, singt er und dem Publikum geht es genauso, denn Mutzke ist zunächst nur zu hören. Als er die Bühne betritt – weißes Hemd, schwarze Weste, Kappe – wird er mit Riesenjubel empfangen. Mutzke hat Power in der Stimme.

Aber auch Balladen kann er singen. Das Stück „Can’t Wait Until Tonight“ färbt er zunächst so ein. Mit dieser Single hatte er seinen Durchbruch. Auch die Besucher kennen es gut, singen lautstark mit. Die „hohen Stimmen singen die Frauen, die Männer dürfen unten bleiben“, dirigiert er. Immer mehr strömen von den Rängen Richtung Bühne. Längst ist die Ebene zur Tanzfläche geworden. „Welt hinter Glas“ heißt das nächste Stück. Die Melodie geht ins Ohr, auch wenn Mutzke beständig die Tonhöhe variiert. Er muss das – die Stimme ausfahren, möglichst viele Nuancen ins Spiel bringen.

Auch bei „Magisch“, einem Lied über das Verliebtsein. Auch einen Song aus seiner Teenagerzeit – „Schwarz auf weiß“ – präsentiert er: „Das Erste, was ich geschrieben habe“, erzählt er, und dass er sich damals vorgestellt hat, „wie die Frauen dabei kreischen“.

Und was folgt? Kaum beginnt er zu singen, kreischen die Frauen. Lachend stellt er fest: „Ich war wohl ein kleiner Prophet.“ Riesenapplaus, eine Zugabe.

Heute: René Marik: „ZeHage!“, das Festival geht bis 16. Juni. Karten: 05 61 / 203 204.

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