Kumpel auf der Party: Gitarrist Tony McManus in Eiterhagen

Söhrewald. Ein herrlicher Sommerabend, ein großer, voller Biergarten, Essen und Getränke in Griffweite – und es ist mucksmäuschenstill. Ein kollektiver Sonnenstich? Nein, der schottische Gitarrist Tony McManus gastierte im Wirtshaus Zum Grünen See in Eiterhagen.

Das Publikum schloss ihn und seine Musik ins Herz.

Bis kurz vor Beginn war damit nicht zu rechnen. Der Künstler hatte sich verfahren, geriet in einen Stau, traf viel zu spät ein. Just als er loslegen wollte, fiel die Technik aus. Und nun? Veranstalter Detlef Hollo erklärte die Lage. „Unplugged“, rief jemand, McManus nickte - das Konzert war gerettet. Mehr noch, es bekam besonderen Zauber: Bis auf ein kleines Notmikro gab es alles pur und ohne Technik. Das Publikum genoss es. Nach einer Stunde spielten die Verstärker wieder mit. Man applaudierte beiden Varianten lautstark.

Kein Stuhl war mehr frei, kein Gespräch wurde geführt, als der Gitarrenkönner seine flinken Finger über die Saiten fliegen und eine romantische Weise nach der anderen erklingen ließ. Fast meditativ, sehr verträumt, aber immer sehr lebendig klingen seine Kompositionen und Arrangements.

Eigentlich ist keltische Musik seine Welt. Auch Poparrangements, Balladen und Klassisches von Bach und Satie packte er dazu. Alles auf seiner CD „Mysterious Boundaries“. Ein großartiges Konzert, zumal der 48-Jährige ein offener Typ ist. Ständig einen Spaß auf den Lippen, kommunizierte er locker und kumpelhaft, dass man sich auf einer Gartenparty fühlte.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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