Kunst, Tee und Sensationen in der Galerie Coucou

Kassel. 14 Künstler stellen vor Weihnachten wieder unter dem Titel „Samowar" in der Galerie Coucou aus.

Kunst, Tee und Sensationen: Unter diesem Motto steht die vorweihnachtliche Samowar-Ausstellung der Galerie Coucou, die schon Tradition hat. „Für uns ist diese Schau immer auch eine Schnittstelle zwischen Vergangenheit und Zukunft“, sagt Kurator Milen Krastev. Denn neben Künstlern, mit denen der Galerist schon lange zusammenarbeitet, sind auch spannende Neuentdeckungen zu sehen.

Ein hervorragendes Beispiel dafür ist der Bulgare Kokimoto, der Vertrautes durch kleine Eingriffe zu ironischen Kunstwerken macht. Matrjoschka-Püppchen werden in seiner Version zu stillen, düsteren Beobachtern. Und strenge Familienfotos der Vorfahren wirken durch aufgemalte Münder und Hasenohren weitaus fröhlicher.

Robert Sturmhövel, der in diesem Jahr mit dem Kasseler Kunstpreis ausgezeichnet wurde, ist mit mehreren Arbeiten vertreten, die sich erstaunlich gut in die architektonischen Gegebenheiten der Galerie einfügen. Das gilt auch für die detaillierte Zeichnung von Wiesenblumen und Gräsern, die Peter Anders geschaffen hat. Eine neue Bedeutungsebene erhält das Bild beim Lesen des Titels: „Lieux de memoire“ (Orte der Erinnerung).

Eine große Symbolkraft hat Slawomir Elsners Aquarell „Im Herzen Europas“. Es zeigt ein Paar, das sich innig küsst, ja fast miteinander zu verschmelzen scheint. In einer Zeit, in der Europa vom Terror bedroht wird, wirkt das Bild fast wie eine Aufforderung, nett zueinander zu sein. Ein Kuss als Gegenpol zu Gewalt und Unrecht.

An der Ausstellung beteiligen sich außerdem Darius am Wasser, Catrine Val, Sabine Rollnik, Oliver Scharfbier, Stephan Balkenhol, Jenny Michel, Ekachai Eksaroj, Flaut M. Rauch, Andrea Grützner und Nicola André Wagner. Alle Werke stehen zum Verkauf.

Bis Ende Dezember in der Galerie Coucou, Elfbuchenstraße 20, Mo bis Fr von 15 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung. Tel. 0170 / 96 99 897.

Von Pamela De Filippo

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