Die Band Chicago Line wurde in der Kaufunger Zehntscheune für ihren Spaßblues heftig beklatscht

Ein kurzweiliger Familienabend

Sorgten für Begeisterung: Kim Shastri (Piano, von links), Sängerin Martina Sherman, Frank Gerhardt (Bass) und Rolf Ellhof (Gitarre) beim Auftritt der Band Chicago Line in Kaufungen. Foto:  Malmus

Kaufungen. Martina Sherman ist eine Kasseler Bluessängerin ohne Allüren. Das spürt das Publikum, das macht sie beliebt. Sie singt den Blues, sie trifft ins Gemüt der Zuhörer. Und so wurde ein wolkenverhangener Samstagabend in der proppenvollen Zehntscheune der Kaufunger Stiftskirche ein fröhliches Ereignis mit Bluesfeeling.

Dabei konnte die siebenköpfige Coverband aus dem Vollen ihres Repertoires schöpfen. Neben eher unbekannten Stücken („Build For Comfort“) von einem der Altmeister des Blues, Howlin Wolf, über den britischen Bluesveteranen John Mayall, dessen Song „Chicago Line“ der Namensgeber der Band ist, reichte an diesem kurzweiligen Abend die Stückeauswahl bis zu Rock-‘n‘-Roll-Evergreens („Route 66“). Als dann noch groovig arrangierte Popsongs wie „Tainted Love“ präsentiert wurden, war das Kaufunger Publikum kaum auf den Sitzen zu halten. Da zuckten und wippten die Schultern, als im Boogie-Woogie-Stil Gassenhauer wie „Caldonia“ von Louis Jordan aus dem Bluesgepäck geholt wurden. Das hat gut gezogen, auch weil die Band sich mit ihrem 19-jährigen Keyboarder Kim Shastri aus Göttingen einer Frischzellenkur unterzogen hat, dessen Freude am Musikmachen beim Publikum gezündet hat.

Mit Bernd Riehl saß zudem eine Kasseler Bluesinstitution am Schlagzeug, die der Band neuen Schwung und Präzision verliehen hat.

Dabei ist das personelle Gerüst der Band mit den Gitarristen Rolf Ellhof und Rolf Seggelke sowie Frank Gerhardt am E-Bass eine verlässliche Größe geblieben.

Mit Jochen Maeder stand nicht nur ein überzeugender Bluesharp-Spieler, sondern auch ein ausgesprochener Spaßvogel auf der Bühne. Das hat den Arrangements wie auch der Bühnenperformance richtig Schmackes verliehen.

Martina Sherman und Chicago Line hatten sich zum Abschluss des Konzerts die Standing Ovations mehr als nur redlich verdient.

Von Michael Lacher

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