Weltmusikorchester und Russkaja begeistern beim Frühlingsfest am Schlachthof

Kurzweiliges aus aller Welt

Südamerikanische Folklore: Konzert des Weltmusikorchesters unter der Leitung von Diego Jascalevich (links). Foto: Malmus

Kassel. Ein Frühlingsfest, das nicht im Regen unterging, war in den letzten Jahren eher selten. So rechnete man auch am Samstag mit einem Schauer, blieb dann aber doch verschont. Stattdessen belohnten einen die Veranstalter des Frühlingsfestes des Kulturzentrums Schlachthof mit einem ausgewogenen Programm.

Vor der Bühne auf der Mombachstraße versammelte sich eine überschaubare Gruppe Menschen, um den Klängen von Mundo-Armonico zu lauschen. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Orchester mit Musikern verschiedener Nationen. Leiter Diego Jascalevich dirigierte ein einstündiges Programm aus Eigenkompositionen und Interpretationen südamerikanischer Folklorestücke. Der Rhythmus regte das eine oder andere Paar gar zum Tangotanzen an.

Ein Höhepunkt war der Auftritt der türkischen Solistinnen Gülten Erenulug und Yasen Tekin, die romantische Lieder aus der Westtürkei und vom Balkan präsentierten. Das Publikum bedankte sich mit Applaus, insgesamt hätte aber etwas mehr Tempo der Stimmung sicher nicht geschadet.

Während Jascalevich sein Orchester noch durch die letzten Stücke dirigierte, startete die österreichische Band Russkaja in der Gottschalkstraße ihr exzentrisches Abendprogramm. Die von Sänger Georgij Alexandrowitsch Makazaria gegründete Gruppe bezeichnet sich als „Gulaschsuppe“, die Ska-Punk mit russischen Texten spielt. Titel wie „Ras Dwa Tri“ oder „Da Mama“ brachten die Zuhörer zum ausgelassenen Polkatanz. Faszinierend war, wie sie der Anweisung des Sängers folgten, sich von ihren Problemen durch einen Schrei zu entlasten. Für Russkaja kam der Regen nur in einer einzigen Form: als Applaus.

Von Dominik Buchheit

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