Der Kabarettist Hagen Rether im ausverkauften Vellmarer Zelt im Park

Lachen über Bitterernstes

Hagen Rether Foto: Schachtschneider

Vellmar. Das Festzelt im Vellmarer Park war restlos gefüllt - in Erwartung des Kabarettisten Hagen Rether. Der zeigte sich in Bestform und hielt zwei Stunden lang mit seinem Klavier und dem aktuellen Programm „Liebe III“ den Zuschauern und der Gesellschaft den Spiegel vor.

Er wirft in lässiger Pose den Arm über den Flügel oder vergräbt den Kopf in seinen Händen. Rether wendet sich gegen die „gefühlte Propaganda“, beschwert sich über die Debatten um zu Guttenbergs Doktorarbeit. Angesichts einer nahenden Klimakatastrophe sind viele Themen für ihn nur Zeitverschwendung.

„Moslems, die Demokratie wollen - is’ doch scheiße!“, bemerkt er mal lakonisch. Und fängt sogar einen Buhruf, als er sich über die schlechte Bezahlung von Hauptschullehrerinnen mokiert. Dabei bleibt es dann aber auch diesen Abend.

Nach der Pause und einer kleinen technischen Panne, kehrt der Kabarettist mit zwei Bananen zurück. „Bio-Bananen. Mit Rapsöl eingeflogen. Ein Paradoxon.“ Das Besondere an einem Abend mit Rether ist, dass man lacht, obgleich viele Aussagen bitterernst sind. Den Abend beendet er im Dunklen - „um Energie zu sparen“. Unter donnerndem Applaus verlässt er die Bühne.

Von Dominik Buchheit

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