Lady Gaga räumt bei den MTV Europe Awards ab - ein Porträt des derzeit wichtigsten Popstars des Planeten

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Der beliebteste Mensch im Internet: Lady Gaga alias Stefani Joanne Angelina Germanotta hat 22 Millionen Freunde bei Facebook.

Zuletzt war Lady Gaga so verzweifelt, dass sie sogar die Geisterjäger rief. Seit Monaten fühlt sich die 24 Jahre alte Sängerin aus New York von einem männlichen Geist verfolgt. Dieser Ryan verfolge sie überallhin.

Lady Gaga, so geht die Geschichte, hielt darum spiritistische Sitzungen ab und engagierte die Ghostbuster - ohne Erfolg. Am Sonntag war die extravagante US-Künstlerin selbst ein Geist. Obwohl sie nicht bei den MTV Europe Awards in Madrid erschien, war sie der größte Star bei der Preisverleihung des Musiksenders. Die Zuschauer wählten Lady Gaga zur besten Sängerin, zum besten Popstar und ihren Hit „Bad Romance“ zum besten Song. Die Musikerin bedankte sich per Schalte aus Budapest, wo sie ein Konzert gab.

Diesen Geist wird die Pop-Welt so schnell nicht wieder los. Lady Gaga, die erst vor zwei Jahren ihr Debüt „The Fame“ veröffentlichte, ist der wichtigste Popstar des Planeten. Schon bei den MTV Video Music Awards im September in Los Angeles war sie mit acht Trophäen die Königin. Das Netzwerk Facebook hatte sie zuvor zum beliebtesten Menschen im Internet gekürt. 22 041 926 Mitglieder der Seite klickten bei Lady Gaga den Knopf „Gefällt mir“. Damit hängt sie sogar den US-Präsidenten Barack Obama ab (15 615 025 Freunde). Das Magazin „Time“ zählt sie zu den 100 einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt. Und ihre Videos wurden im Internet bereits mehr als eine Milliarde Mal angeklickt - das hat noch niemand geschafft.

Dabei ist ihre Musik - eine Mischung aus eingängigem Eurodance, Discopop und der Einfachheit von Abzählreimen - nicht neu. Aber Lady Gaga stilisiert sich wie einst Madonna als Gesamtkunstwerk in extravaganten Kostümen. Bei der MTV-Gala in Los Angeles zeigte sie sich in einem Fleisch-Outfit aus Designer-Hand und in Stiefeletten, die aussahen wie geschnürte Rouladen. Zuletzt biss sie bei einem Konzert einer Barbie-Puppe den Kopf ab.

Ihr Talent zur Selbsterfindung teilt sie mit anderen weiblichen Stars wie M.I.A., Janelle Monáe und Rihanna, die den Männern den Rang abgelaufen haben. Lady Gaga, die eigentlich Stefani Joanne Angelina Germanotta, heißt, hat es womöglich von ihren Eltern geerbt, die schon früh Internetgeschäfte betrieben.

Ihre Tochter schickten sie auf eine Privatschule in Manhattan, auf die schon die Töchter der Kennedy-Brüder gingen. Mit 14 trat Germanotta in New Yorker Clubs auf, und mit 20 schrieb sie Songs für Britney Spears. Als ein Produzent sagte, ihre Stimme klinge wie die von Freddie Mercury in „Radio Ga Ga“, benannte sie sich um.

Mittlerweile ist sie berühmter als der Queen-Sänger und Objekt von Wissenschaftlern: An der Universität von South Carolina bietet Mathieu Deflem den Kurs „Lady Gaga und die Soziologie des Ruhms“ an. Auch der Professor verfolgt den Star wie ein Geist: Bereits 28-mal war er auf ihren Konzerten - völlig gaga.

Die Gewinner der MTV Europe Awards

Bester Song: „Bad Romance“ (Lady Gaga)

Bester Live Act: Linkin Park

Bester Popstar: Lady Gaga

Bester Aufsteiger: Ke$ha

Beste Sängerin: Lady Gaga

Bester Sänger: Justin Bieber

Bester HipHopper: Eminem

Beste Rockband: 30 Seconds to Mars

Beste Alternative Band: Paramore

Bestes Video: „California Gurls“ (Katy Perry feat. Snoop Dogg)

Bester Push Artist (der im MTV-Programm besonders präsentiert wird): Justin Bieber

Bester spanischer Sänger: Enrique Iglesias

Bester Auftritt in der Show „MTV World Stage“: Tokio Hotel

Best europäischer Künstler: Marco Mengoni

Sonderpreis Global Icon Award: Bon Jovi

Sonderpreis Free Your Mind Award: Shakira (für ihr Engagement in Sachen Bildung)

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