Regisseur Steven Spielberg wird am Sonntag 65 - Eine Würdigung

Er lässt uns lachen und weinen

Regisseur der Superlative: Steven Spielberg.

Jetzt gibt es sogar einen Film, der genau so sein will, wie Spielbergs Filme:   J. J. Abrams „Super 8“, der Popcornfilm dieses Sommers, ist eine Verbeugung vor dem größten und einflussreichsten Filmregisseur aller Zeiten: Steven Spielberg, der am Sonntag 65 Jahre alt wird. Es ist eine Hommage auf seinen Stil und auf seine Gefühlsintensität. Denn Abrams hat festgestellt, dass das, was Spielbergs Filme ausmacht, heute auf der Leinwand rar ist: Sie erschrecken, sie bringen einen zum Lachen und gleichzeitig zum Weinen.

Es sind also echte Familienfilme. Fürs breite Publikum, in denen jeder etwas für sich findet. Heute ist kaum vorstellbar, dass es diese Art Regiearbeiten vor Spielberg in dieser Ausprägung nicht gab.

Vor „E.T.“, der sogar Millionen Erwachsene zu Tränen rührte, als der kleine Junge Elliot dem sterbenden außerirdischen Schrumpelvieh zuruft: „Ich liebe dich.“ Vor „Indiana Jones“, über dessen Tollkühnheit angesichts ungezählter Käfer, Skelette und Katakomben Alt und Jung staunen. Vor „Jurassic Parc“, der bewirkte, dass die Kinderzimmer der Welt mit T-Rex-Spielfiguren und Dinosaurier-Büchern gefüllt sind. Vor „Schindlers Liste“, der das Holocaust-Gedenken in die Massenkultur geholt hat und dabei nicht ins Banale abgeglitten ist.

Der erste Blockbuster wurde „Der weiße Hai“, mit dem 1975 Spielbergs jahrzehntelanger Erfolg anfing, und dessen Musik allein eine Gänsehaut hinunterlaufen lässt.

Schon diese Auswahl von Spielbergs wichtigen Filmen zeigt, dass er seinen Anspruch eingelöst hat: in allen Genres Maßstäbe zu setzen. Zu den Megaerfolgen kommen weitere Filme wie „Die Farbe Lila“, „Der Soldat James Ryan“, „Catch Me If You Can“, „Minority Report“, „München“ oder zuletzt „Tim und Struppi“.

Dieser Film überträgt die Bewegungen echter Menschen auf animierte Figuren (Motion Capture). Wieder ein Projekt, das mit neuester Technik arbeitet. Das hatte Spielberg schon bei seinen früheren Arbeiten konsequent getan - vor allem bei „Jurassic Parc“, das die Dinos mit damals völlig neuer Tricktechnik zum Leben erweckte. Bei „Der weiße Hai“ war das noch schwieriger, da arbeitete Spielberg mit der unterschwelligen Bedrohung und zeigte das Untier selten. Auch das: oft kopiert.

Mit Super-8-Experimenten fing das Filmschaffen des 1946 in Cincinnati, Ohio, Geborenen an, genau wie bei den nerdhaften Kindern in J. J. Abrams Hommage „Super 8“. Dann rutschte er als Regieassistent beim Fernsehen in die Branche hinein. Die Liste der Auszeichnungen ist lang, auch für sein Lebenswerk wurde Spielberg schon gewürdigt.

Heute betrachtet er sich vor allem als Familienmensch, mit seiner zweiten Frau hat er drei eigene und zwei adoptierte Kinder. Und er hat beruflich noch viel vor. So viele Geschichten wollen noch erzählt werden.

Von Bettina Fraschke

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