Geoff Achison und Band im Theaterstübchen

Langsam abheben

Geoff Achison (links) und Band. Foto: Herzog

Kassel. Das Wort „differenziert“ ist nicht unbedingt das Erste, was einem zur Blues-Gitarre einfallen dürfte. Doch bei Geoff Achison denkt man unweigerlich daran. In sich gegliedert und abgestuft waren die Gitarrenklänge des australischen Musikers beim Abschluss der Blueswoche im Theaterstübchen. Eine ganze Menge an Sounds, von zittrig über sphärisch bis jaulend, holte Geoff Achison aus der E-Gitarre. Und er hielt sich an die dialektische Einsicht, dass mächtiges Aufdrehen umso stärker wirkt, wenn es als Gegensatz zum Leisen auftritt.

Meistens startete er die Songs behutsam mit feinem Fingerspitzengefühl, um dann in einer dynamischen Steigerung abzuheben. Dem Sänger und famosen Gitarristen, dessen Spiel gleichermaßen entrückt wie bewusst und klar wirkte, stand dabei eine hochkarätige englische Band zur Seite.

Ein hübscher Nebeneffekt: Es war ein Wiedersehen mit Sam Kelly (Drums), Paul Jobson (Keyboard) und Spy Austin (Bass), die unter dem Namen Sam Kelly’s Grooviticus mit einem anderen Gitarristen im Februar hier eingeheizt hatten.

Was Theaterstübchen-Chef Markus Knierim außerdem freute: Bei Geoff Achisons Auftritt befand sich unter den Zuhörern der englische Musiker Steve Gibbons mit seiner Band. Auf der Durchreise zwischen München und Bremen war ein Abendbesuch im Club in der Jordanstraße angesagt.

Von Georg Pepl

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