Lasst den Rhythmus in euer Herz: Jahcoustix im Kasseler Schlachthof

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Positive Ausstrahlung: Jahcoustix im Schlachthof.

Kassel. Eine Ochsentour: 21 Konzerte in sechs Wochen. Aber wenn diese Konzerte - und die acht, die noch folgen - ebenso umjubelt waren wie das am Samstag im proppenvollen Schlachthof, dann handelt es sich bei der Jahcoustix-Tour um einen Triumphzug.

Der Reggae hat ja seine besten Tage hinter sich, aber, wie man hier erleben konnte, seine alte Vitalität längst nicht eingebüßt. Das ist die eine Botschaft von Jahcoustix, bürgerlich Dominik Haas, ein Ausbund an unaufdringlicher Fröhlichkeit und positiver Ausstrahlung, was man ihm sofort abnimmt.

Die andere Botschaft lautet: Das Leben ist schön, lasst den Rhythmus in euer Herz, lasst euch gehen, tanzt. Die vielen Aufforderungen, die Hände in die Luft zu reißen, sind überflüssig, das würden die Leute ohnehin tun, aber es gehört zu einem Reggae-Konzert dazu. Augenblicklich fangen die Leute an zu wippen, zu tanzen, die Arme hochzuwerfen. Pure Ausgelassenheit macht sich breit und ebbt nicht ab, bevor der letzte Ton verklungen ist.

Bis dahin sind mehr als zwei schweißtreibende Stunden vergangen, ohne Pause, versteht sich, aber mit drei Zugaben. Jahcoustix, dessen raue und markante Stimme an Bob Marley erinnert, ist von exzellenten Musikern umgeben: zwei Keyboardern, Angus Frederich und Philip Lütz, der auch Saxofon und Querflöte spielt, was dem Ganzen einen jazzigen Touch verleiht. Am Schlagzeug Leo Murphy und Rainer am Bass.

Das Publikum flippt endgültig aus, als Messiah, ein junger Rapper aus Ghana, wie ein Derwisch auf die Bühne springt und eine Tanzakrobatik hinlegt, die an eine Sprungfeder erinnert. Vor dem Konzert versuchten Roxopolis aus Essen die Stimmung anzuheizen. Wer nach dem Konzert noch nicht genug hatte, konnte zur Vine-yard Crew und dem Irie Ites Soundsystem weitertanzen.

Von Andreas Gebhardt

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