Laura Wilde: „Ich bin kein trister Mensch“

Liebte als Kind schon Volksmusik: Laura Wilde. Foto: dpa

Die 22-jährige Studentin Laura Wilde ist auf dem Weg, der neue Star der deutschen Volks- und Schlagermusikszene zu werden. Gerade ist ihre CD „Fang deine Träume ein“ erschienen. Wir haben sie interviewt.

Sie sind gerade ziemlich viel unterwegs.

Laura Wilde: Das ist richtig. Ich komme gerade aus Österreich, dort bin ich beim großen Open Air von „Wenn die Musi spielt“ aufgetreten, mit 12 000 Besuchern. Ein Wahnsinnsgefühl, da rauszugehen. Jetzt bin ich in Deutschland für die Promotion meiner CD unterwegs.

In ihrem Lied „Fang deine Träume ein“ singen Sie davon, wie Sie als Kind schon Sängerin werden wollten. Hatten Sie damals Schlagermusik im Kopf?

Wilde: Ja, ich bin mit dieser Musik groß geworden, und sie hat mir immer schon gefallen. Ich habe auch mal auf Englisch gesungen. Da hat meine Oma gesagt, sing doch lieber Deutsch, da versteh’ ich dich besser. Man kann die Menschen in ihrer Muttersprache besser erreichen. Das war ausschlaggebend dafür, dass ich deutschen Schlager machen wollte.

Sie haben eine klassische Gesangsausbildung. Warum sind Sie nicht zur Oper?

Wilde: Das hatte ich für einen Moment überlegt. Aber das ist eine andere Richtung, das bin nicht ich. Ich suche den direkten Kontakt und rede zum Beispiel gern von der Bühne runter mit dem Publikum.

Begegnen Ihnen bei Bekannten in ihrem Alter Vorurteile, weil sie Schlager singen?

Wilde: Es gibt dieses Schubladendenken, dass alles, was mit Volksmusik und Schlager zu tun hat, Lederhosen und Dirndl trägt. Wenn ich an der Uni erzähle, was ich mache, sind viele erstmal verwundert und wollen nicht glauben, dass man in dem Alter wirklich Schlager singt. Aber dann finden es die meisten ganz interessant und stimmen sogar bei Votings im Radio für mich ab.

Sie studieren Germanistik und Spanisch. In welchem Beruf außer als Sängerin könnten Sie sich vorstellen zu arbeiten?

Wilde: Ich wollte immer etwas mit Medien machen. Während der Schulzeit habe ich Praktika gemacht, bei Radio Regenbogen, beim HR 4 und beim ZDF. Nach dem Studium wollte ich mich um ein Volontariat bewerben. Diese Pläne liegen jetzt auf Eis.

Liegt Ihr Studium auf Eis?

Wilde: Nein, wenn ich einmal etwas angefangen habe, will ich es auch beenden. Ich habe mein Abitur durchgezogen, das will ich mit meinem Studium auch machen. Es ist wichtig, dass man etwas in der Hand hat, weil man sich bei der Musik nie ganz auf den Erfolg verlassen kann.

Was ist das größte Ziel, das Sie mit Musik erreichen wollen?

Wilde: Wovon ich träume, das ist, dass die Leute mal bei mir vor der Bühne stehen und meine Texte mitsingen.

In der Volksmusik wird ständig gute Laune verlangt. Woher rufen sie sich das ab?

Wilde: Ich weiß nicht genau, wo ich dieses Knöpfchen habe, aber es funktioniert ganz gut. Jeder hat mal einen schlechten Tag. Aber wenn ich einen Auftritt habe, muss ich mir einfach sagen, das ist jetzt mein Job. Im Moment klappt es noch ganz gut mit dem Lachen auf Kommando (lacht). Aber ich lache sowieso gerne. Ich bin nicht so ein trister Mensch.

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