Göttinger Händel-Festspiele präsentieren sich unter  publikumsnah

Geschäftsführender Intendant: Tobias Wolff. Foto: w.f.

Göttingen. Neubeginn bei den Internationalen Göttinger Händel-Festspielen, die vom 17. bis 28. Mai unter dem Motto „Liebe und Eifersucht“ stehen: Zum ersten Mal verantwortet der britische Dirigent und Cembalist Laurence Cummings in diesem Jahr das Festival.

Und weil der Nachfolger von Nicholas McGegan zu den gefragtesten Barockspezialisten gehört und sein Terminkalender auf Jahre verplant ist, kann er im Auftaktjahr nur eingeschränkt selbst aktiv werden.

Zur Eröffnung des Festivals am 17. Mai wird Cummings das Händel-Oratorium „Esther“ dirigieren. Und zum Abschluss wird er am 27. Mai die Serenata (Opernszene) „Aci, Galatea e Polifemo“ leiten. Außerdem gibt er am 26.5. ein Cembalo-Recital mit Werken von Frescobaldi und Händel. Das traditionelle Herzstück der Festspiele, die Oper, übernimmt als musikalischer Leiter in diesem Jahr der britische Dirigent und Musikwissenschaftler Andrew Parrott.

Im nächsten Jahr, so der Geschäftsführende Intendant Tobias Wolff vor der Presse, werde Cummings dann die Leitung der Oper selbst übernehmen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Festpsiele steht in diesem Jahr die Zauberoper „Amadigi di Gaula“ auf dem Programm. Regie führt die Choreografin und Regisseurin Sigrid T’Hooft. Premiere ist am 18. Mai im Deutschen Theater.

Freunde des Gesangs werden in diesem Jahr auch außerhalb der Oper ihre Freude haben: Simone Kermes, eine der aktuell besten Koloratursopranistinnen, gibt unter dem Titel „Ombra mai fu“ einen Arienabend mit Titeln von Vivaldi, Porpora, Hasse und natürlich Händel (25.5.).

In Starbesetzung wird auch das Händel-Oratorium „Solomon“ aufgeführt: Nuria Rial und Christiane Karg übernehmen die Sopranpartien. Rolf Beck dirigiert den Schleswig- Holstein Festival-Chor und das Elbipolis Barockorchester Hamburg (24.5.).

In der Präsentation der Programme will man diesmal neue Wege gehen, um die Festpsiele noch stärker bei der Göttinger Bevölkerung zu verankern. Dazu wird erstmals eine besondere Form des Public Viewing erprobt. Unter dem Motto „Amadigi für alle!“ wird am 23.5. in der Göttinger Lokhalle ein Mitschnitt der Oper gezeigt. Eröffnet wird das fünfstündige Event von einem Live-Auftritt der Opern-Mitwirkenden, ergänzt von Interviews und präsentiert von der NDR-Moderatorin Petra Rieß. Der Eintritt ist frei.

Verstärkt bemüht man sich bei den Festspielen um junges Publikum. Wichtigstes Projekt im Programm „Händel 4 Kids“ ist die Jugendoper „Young Amadigi“ mit jugendlichen Mitwirkenden, die am 20.5. im Jungen Theater Premiere hat. Erstmals wird der Apex-Club zum Festivalzentrum, in dem auch Spätprogramme angeboten werden.

Der Festival-Etat von 1,6 Millionen Euro setzt sich zu je einem Drittel aus öffentlichen Zuschüssen von Stadt, Kreis und Land, aus Zuwendungen von Sponsoren und aus Eintrittserlösen zusammen. Der Vorverkauf beginnt am Dienstag, 21. Februar.  Karten: Tel. 01805-44 70 000 oder im Internet unter www.haendel-festspiele de

Von Werner Fritsch

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