Die Kasseler Metalband Reflektor feierte im K19 ihr letztes Konzert

Ein lauter Abschied

Abschied: Die Band Reflektor mit (von links) Sven Vaupel, Christian Persch, Oliver Gerke, Dirk Schneider und Nils Papke. Foto:  Fischer

Kassel. Ganz auf Metal-Musik eingestellt war am Montagabend der Uniclub K19 in der Moritzstraße. Sechs Bands lang harte Musik, mörderisch schnelle oder stampfend schwere Gitarrenriffs und Kehlkopfexplosionen wie bei der Urschrei-Therapie.

Mit dabei: die Thrashmetal-Urgesteine der Region, Toxin und Mortal Terror, wie auch die Bands Pandemic (Rock/Metal), Ckrom (Thrash-/Deathmetal) Burning Hellmet und natürlich die Kasseler Formation Reflektor, die als Headliner das Festival organisierte - sich aber damit auch von der Bühne verabschiedete.

Nach fünf Jahren trennt sich die Band. Gitarrist Sven Vaupel zieht es wegen des Studiums nach Mainz, „Wir waren es leid, schon wieder einen neuen Gitarristen einzuarbeiten“, erzählt Frontmann und Sänger Dirk Schneider. Bedauerlich, die Kasseler Formation hat sich als Coverband mit Stücken von legendären Bands wie Iron Maiden, Slayer und Metallica einen guten Ruf erspielt.

Gut 140 Besucher kamen, um Abschied zu feiern. Nachdem mit Toxin der erste Stimmungshöhepunkt über die Bühne gefegt war, legten Reflektor noch einen drauf. Die Band spielt nicht nur hart, sondern hat auch spieltechnisch einiges zu bieten. Die Gitarristen Sven Vaupel und Nils Papke harmonieren prächtig und heizen mit ihren Gitarren-Rocker-Posen, genau wie Bassist Oliver Gerke, auch die Stimmung an.

Hinter ihnen dröhnt der Mann am Schlagzeug, Christian Persch. Er setzt dabei auf ein Sortiment, das zwei Schlagzeuger gleichzeitig beschäftigen könnte. Stark auch Sänger Dirk Schneider. Optisch eine Mischung aus Bud Spencer und Meat Loaf, verfügt er über die Stimmbänder, die für dieses Genre gefragt sind: knallhart, dämonisch, explosiv. Bestens geeignet, um zum Beispiel Stücke von Black Sabbath („Children Of The Grave“) oder Slayer („South Of Heaven“) zu covern.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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