Die Kasseler Bluesband Chicago Line spielte abwechslungreich im Theaterstübchen

Mit lauter blauen Babys

Gewannen dem Blues neue Seiten ab: Frank Gerhard (Bass, von links), Rolf Ellhof (Gitarre und Gesang) und Sängerin Martina Sherman von der Band Chicago Line beim Auftritt im Theaterstübchen. Foto:  Zgoll

KASSEL. Auch leise Töne machen Effekt: Einmal wanderte der Blues-Harp-Spieler Jochen Maeder mit Mundharmonika ins Auditorium, und die Rhythmusgruppe fuhr die Lautstärke weit hinunter. Den Willen zur Abwechslung, nicht nur in der Dynamik, gab es bei der Kasseler Bluesband Chicago Line im rappelvollen Theaterstübchen.

Die Band um Frontfrau Martina Sherman hatte sich einiges überlegt, um dem Blues viele Seiten abzugewinnen. Zum Beispiel mit zwei Stücken der Hildesheimer Gruppe B.B. & the Blues-Shacks. Skurril polkahaft samt schrägem Tonartwechsel kam deren Song „Pocketful of Wishes“ daher.

Mal kraftvoll, mal cool und jazzig, mal gesungen, mal instrumental: Mehrere Blautöne schmückten das fast dreistündige Konzert, auch wenn das Wort „Baby“ in den Songtiteln nicht eben selten vorkam, wie die Musiker launig feststellten.

Prima eingespielt

Um die blauen Babys kümmerte man sich mit gebührender Liebe. Die Gitarristen Rolf Seggelke und Rolf Ellhof tätschelten stilvoll die Saiten. Jochen Maeder hatte eine jaulende Blues-Harp und ein brummendes Saxofon dabei. Prima eingespielt waren Karsten Mueller (Schlagzeug) und Frank Gerhardt (Bass), dem zwischendurch ein Geburtstagsständchen gesungen wurde.

Bleiben weitere Extraleistungen: Der Göttinger Pianist Gregor Kilian setzte hummelflugmäßig das solistische Highlight beim „Bumble Bee Boogie“. Und Sängerin Martina Sherman bewies mit rauchiger Stimme ihre Prägnanz als Blues-Lady. Die zahlreichen Chicago-Line-Fans geizten nicht mit Beifall.

Von Georg Pepl

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