Lauter gute alte Bekannte: Chor Aetherea in der Christuskirche

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Sänger mit Finessen: Der Chor Aetherea in der stimmungsvollen Christuskirche vor Gemälden von Luis Sloboda.

Kassel. Alte Bekannte wurden am Dienstagabend in der Christuskirche zum stimmungsvollen Auftakt für das „Festival der Chöre“ zur 1100-Jahr-Feier Kassels begrüßt. Allen voran der Chor Aetherea aus Jaroslawl mit seiner Leiterin Jelena Baronkina, am Klavier begleitet von Natalja Puschkina.

Der Chor wurde freudig willkommen geheißen und bedankte sich mit dem für dieses Ereignis einstudierten Schubert-Lied „O holde Kunst“, auf Deutsch gesungen. Schon hier zeigten sich einige der Qualitäten, die den russischen Chor auszeichnen. Von der Dirigentin mit kleinen Bewegungen geführt, bringt er eine geschmeidige Dynamik, die vom klingenden Piano bis zum Fortissimo reicht.

Gesänge aus der orthodoxen Liturgie wurden im ersten Teil gesungen, unter anderem ein „Ave Maria“, ein „Gloria“ und ein Lied auf die Dreieinigkeit Gottes. Nach „russischer Art“ gab es kein gedrucktes Programm, sondern die Stücke wurden von Jelena Baronkina angesagt.

Ohne Pause ging es in den weltlichen Teil über, zunächst geprägt von russischer Folklore, gekonnt dargebracht mit sängerischen und darstellerischen Finessen. Hier wurde auch eine andere alte Bekannte vom Publikum in der voll besetzten Kirche begrüßt: „Kalinka“, beklatscht und teilweise mitgesummt. Ein Sonderlob dem Solosänger! Die bei russischen Chören bisher übliche deutsche Folklore wurde dieses Mal ersetzt durch englischsprachige Songs, am Schluss wieder ein alter Bekannter: „Don’t worry, be happy“ von Bobby McFerrin.

Hier mutierten die Sänger zum Show-Chor mit Geräuschen, Gestik und rhythmischen Bewegungen. Langer Schlussbeifall belohnte alle Teilnehmenden, die sich mit der stehend beklatschten „Kalinka“ bedankten.

Von Gerhard Rassner

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