Dokumentarfilm- und Videofest: Porträt von Katharina Thalbach

Leben für die Bühne

Sympathischer Theater-Star: Katharina Thalbach. Foto: picture-alliance

Du lebst dein Leben, als ob es ein Theaterstück wäre“, hat der Regisseur Benno Besson seiner Tochter Katharina Thalbach einmal vorgehalten. Es hat sie verletzt, aber nicht verwundert. Leben und Theater sind für die 56-Jährige unauflöslich miteinander verquickt.

Meike Materne erzählt davon in ihrem diskreten, einfühlsamen Porträt der Berliner Schauspielerin und Regisseurin „Katharina Joachim - Genannt Thalbach“. Tatsächlich hat das Leben des nur 1,53 Meter großen Energiebündels bühnenreife Wendungen und Zuspitzungen.

Ihre Mutter Sabine Thalbach ist Schauspielerin, das Berliner Ensemble Katharinas „Kinderstube“: Zuknallende Garderobentüren schlagen ihr die Milchzähne aus. Eine Schwester stirbt in der Charité in einer Narkose; als sie 12 ist, verliert sie die Mutter, 34 Jahre alt. Mit 13 steht Katharina auf der Bühne. Bei Helene Weigel erhält sie einen Elevinnenvertrag. Einer sehr frühen Ehe - für den Termin auf dem Standesamt bekommt sie drei Stunden schulfrei - entstammt Tochter Anna, selbst erfolgreiche Darstellerin. Mit der „Liebe ihres Lebens“, dem Schriftsteller und Regimegegner Thomas Brasch, geht sie in den Westen. Brasch erliegt 2001 einem Herzversagen.

Von der „Blechtrommel“ bis zu ihrer „Hauptmann von Köpenick“-Inszenierung, als Thalbach für den indisponierten Harald Juhnke einsprang - Materne zeichnet die wichtigsten Karrierestationen nach und zeichnet das sympathische Bild einer wandlungsfähigen Darstellerin. Sonntag, 14.30 Uhr, Gloria

Von Mark-Christian von Busse

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