Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ bei Eon-Mitte

Das Leben ist kein Irrtum

Ausgezeichneter Musik-Nachwuchs: Cellist Leonhard Disselhorst (links), Geiger Fjodor Selzer (rechts oben) und Miriam Barth mit der Viola. Fotos: Fischer

Kassel. „Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“, zitierte Stadträtin Anita Mahrt ein geflügeltes Wort von Friedrich Nietzsche. Seit dem Jahr 2000 findet im Foyer der Eon-Mitte das jährliche Preisträgerkonzert des Regionalwettbewerbs Nordhessen „Jugend musiziert“ statt. Für besonders Erfolgreiche geht der Wettbewerb noch auf Landes- und Bundesebene weiter. Doch schon die Matinee, von 400 Zuhörern besucht, erbrachte zahlreiche Beweise, dass das Leben kein Irrtum ist - mit Klängen von Bach bis zum spektakulären Topftanz und mit 37 jungen Musikern.

Fulminant die lässige, aber nicht nachlässige Virtuosität des mit einem schimmernd schönen Ton aufwartenden Geigers Fjodor Selzer. Ein weiteres starkes Violintalent war Alexandra Aykaeva. Der tieferen Schwester der Geige, der Viola, entlockte Miriam Barth einen intensiven Reger-Monolog. Als kompetente Interpreten von Bachs Streichersoli erwiesen sich die Geigerin Louisa Woodfull-Harris und der Cellist Leonhard Disselhorst.

An Trommeln und Töpfen zauberte Maximilian Behmel ein polyrhythmisches Vergnügen hervor. Auch mehrere Duos für Blasinstrument und Klavier, etwa die stürmischen Sina Jakob (Klarinette) und Dimitri Doroschenko (Klavier), sowie Ensembles für Zupfinstrumente begeisterten. Toll die quicklebendigen Crescendi von Jonas Matt und Annabelle Battefeld (Mandolinen), Lukas Krause (Mandola) und Thomas Martian (Gitarre).

Vor der Überreichung der Urkunden durch Eon-Mitte-Vorstandsmitglied Georg von Meibom und Stadträtin Anita Mahrt machte Rolf Herbertz, Leiter der Musikschule Kassel, auf eine Neuerung für 2011 aufmerksam: Im nächsten Jahr soll es beim Regionalwettbewerb Extrapreise für zeitgenössische Musik geben. Also keine Angst vor neuen Tönen!

Von Georg Pepl

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