Zehn Bands beendeten mit der langen Nacht im Gleis 1 das tolle Jazzfestival

Lebendige Kasseler Szene

Machten den Auftakt: Gregor Wunderlich und seine Mitmusiker von der Bigband der Uni Kassel. Foto: Socher

KASSEL. Kompliment an den Förderverein Kasseler Jazzmusik für ein tolles Festival. Sein großes Finale fand das 18. Jazzfest Kassel am Samstag im Gleis 1. Zehn Kasseler Formationen spielten bei der langen Jazznacht, die Bassist und Vereinsvorsitzender Rolf Denecke organisiert hat.

Den souveränen Auftakt machte die Uni-Bigband Kassel unter der Leitung von Kerstin Röhn, bevor ein Beitrag zur Integrationsdebatte geleistet wurde, wie Werner Kiefer launig formulierte: Der erfahrene Saxofonist führte im Trio mit den aufstrebenden Talenten Karl Degenhardt (Schlagzeug) und Sven Krug (Kontrabass) dem Jazz intelligente orientalische Musik-Gene zu.

Einnehmend kreativ auch Blue Break mit Schlagzeuger Degenhardt, Pianist Maximilian Mäckel und Kontrabassistin Judith Krischke. Dass es im Jazz auch um Freiheit und das Aufbrechen starrer Formen geht, machte die junge Formation klar. Ein paar Stunden später war ein anderes Talent am Start: Sängerin und Pianistin Nicole Jukic gab mit souligen Phrasierungen Kostproben ihrer ins Ohr gehenden Songs.

Mit von der Partie waren viele bekannte Künstler: Susanne Vogt und Band (fein dabei Peter Zingrebe am Saxofon), Rolf Denecke im Duo mit Detlef Landeck, die Gruppen Sidewinder Lounge und Do Dat Dere sowie das „Kliertett“ um die Sängerin Jil Christin Klier, die eine nette Latin-Version von Lenas „Satellite“ in den Saal schickte.

Ein munterer Gast aus Holland war der Schlagzeuger Dries Bijlsma, der sich unter anderem mit Urban Beyer, Berthold Mayrhofer und Thomas Tkacz hören ließ. Die 350 Gäste im Gleis 1 applaudierten animiert.

Von Georg Pepl

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