„Die große Nacht der Filmmusik“ enttäuschte

Mit leeren Herzen

Kassel. Große Filme plus große Musik ist gleich große Gefühle. Eine Freude also, etlichen Filmmelodien im Konzert wiederzubegegnen. So zumindest die Erwartungshaltung der 250 Besucher, die am Donnerstag in die Stadthalle kamen, um „Die große Nacht der Filmmusik“ zu erleben. Doch das Vergnügen hielt sich in Grenzen.

Und das, obwohl aus dem Schatzkästchen der Leinwandfabriken eine Songperle nach der anderen ausgeschüttet wurde. Filmhits aus „Dirty Dancing“, „Grease“, „James Bond“, Disney-Ohrwürmer, selbst Ufa-Klassiker bot das Programm, dazu kurze Filmeinspielungen. Trotzdem verließen die Besucher mit leerem Herzen die Stadthalle. Der Grund: Den vier Stimmen, Alexander Kerbst, Henryk Reimann, Lynelle Jonsson und Dorothea Fletcher, gelang es selten, den Zauber der Evergreens zu wecken. Die Stimme war da, das Herz wenig beteiligt.

Gänsehaut-Gefühle? Fehlanzeige. Ein wenig drastischer muss man es im Hinblick auf die Moderation formulieren. Thomas Nicolai, Clown, Komiker, Kabarettist, sollte alle diese Talente besser auf einer entsprechenden Bühne austoben. Am Rand der Peinlichkeit seine Kommentare („die Weiber vom Orchester“), aufdringlich seine Selbstinszenierung. Selbst ungehaltene Zwischenrufe aus dem Publikum („Musik bitte“) ignorierte er.

Großes Lob verdiente sich das prächtig aufspielende „Movie Sound Orchestra“ unter der Leitung von Gerry Meier. Nur sie brachten den Glanz der Filmhits zum Strahlen. Ihnen dürfte der Schlussapplaus gegolten haben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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