Lesen und lesen lassen: 30 Jahre Literaturverein Ecke und Kreis

Feierten das 30-jährige Bestehen des Literaturvereins Ecke und Kreis: (von links) Armin Ohlwein (Vorstand Ecke und Kreis), Katharina Engelhardt (Inhaberin des Büchereck), Autor Thomas Rosenlöcher, Hans-Jürgen Breidenstein (Vorstand Ecke und Kreis). Foto: Malmus

Vellmar. Doppelten Grund zum Feiern hatten die Besucher am Sonntagvormittag in der Vellmarer Buchhandlung Büchereck. Angesagt waren der Tag der Literatur in Hessen und ein beachtliches Jubiläum: 30 Jahre Literaturverein Ecke und Kreis. Namhafte Meister der Feder und Persönlichkeiten wie Günter Grass, Christine Brückner, Dieter Hildebrandt, Martin Walser, aber auch weniger bekannte Autoren gaben und geben den Veranstaltungen des Vellmarer Literaturvereins seit 1985 Gehalt und Esprit.

Zum Jubiläum lud der Verein den in Dresden geborenen Schriftsteller und Lyriker Thomas Rosenlöcher ein. 1992 stellte sich Thomas Rosenlöcher in Vellmar zum ersten Mal vor. Kinderbücher, Essays zur Befindlichkeit der Ostdeutschen und Gedichte schreibt der 67-jährige gelernte Betriebswirt, und das so pointiert und ansprechend, dass er 1998 dafür den Vellmarer Kunstpreis bekam. Armin Ohlwein, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher und wählte bei seiner kleinen Rede einen amüsanten Vergleich: „Wenn der Verein mit seinen nun dreißig Jahren ein Mann wäre, würde ich sagen: Glückwunsch, junger Mann. Die Zeit der Reifung aber ist nun vorbei.“ Auch Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig gehörte zu den Gratulanten.

Dann war Thomas Rosenlöcher an der Reihe. „Wir haben ihn eingeladen, weil er beim Publikum die meiste Resonanz ausgelöst hat“, sagte Katharina Engelhardt, langjähriges Vereinsmitglied und Inhaberin des Büchereck, und schwärmte von Rosenlöchers Werken.

Warum, das demonstrierte der sympathische Autor sogleich: Nicht nur durch Auszüge aus seinen mit Humor und Tiefsinn gesponnenen Gedichten amüsierte Rosenlöcher das Publikum, sondern auch durch sein unterhaltsames Naturell und seine gewitzten Kommentare: „Ich bin ein großer Idylle-Freund und deswegen literaturkritisch gesehen natürlich fragwürdig.“ Viel Beifall.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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