Die letzte Chance für Oliver Pocher: Heute startet Late-Night-Show

Für Oliver Pocher sieht es eng aus: Sollte es dem Moderator nicht gelingen, seine „Oliver Pocher Show“ aus dem anhaltenden Quotentief zu holen, ist für den 32-jährigen Frechdachs bald Schluss mit lustig.

Das pfeifen die Spatzen von den Dächern, denn es gibt nur eine logische Konsequenz im erbarmungslosen Kampf um Einschaltquoten: Dem auf Werbeumsätze angewiesenen Privatsender Sat 1 bleibt schlichtweg nichts anderes übrig, als „Die Oliver Pocher Show“ aus dem Programm zu nehmen, wenn die Zuschauerzahlen im Keller bleiben.

Sollte es so weit kommen, steht Pocher vor den Scherben seiner Karriere und muss darauf hoffen, auch weiterhin ein Plätzchen im Fernsehzirkus zu ergattern.

Nach einer fast zweimonatigen Winterpause kommt die Late-Night-Show aus dem langen Weihnachtsurlaub zurück. Sat 1 hatte die Pause extra verlängert, damit sein Sorgenkind nicht gegen das quotenstarke RTL-Dschungelcamp antreten muss - eine weise Entscheidung.

Seit dem Start der mit viel Brimborium angekündigten Show im Oktober 2009 bis zur vorerst letzten regulären Ausgabe im Dezember vergangenen Jahres konnte Pocher nach Auskunft von Sat 1 im Durchschnitt gerade einmal 680 000 Zuschauer und somit schlappe 7,7 Prozent Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen verbuchen, was deutlich unter dem Senderschnitt liegt.

Vom Internet-Medienmagazin DWDL.de bekam „Die Oliver Pocher Show“ zuvor noch die wenig schmeichelhafte Auszeichnung „Super-Günter 2010“ für die „Peinlichkeit des Jahres“ verliehen. Begründung: „Seit Jahren gab es im deutschen Fernsehen keine Sendung, die so deutlich und so lange unter Senderdurchschnitt lief.“

Für die neuen Folgen der Late-Night-Show, ab heute immer freitags, sind nach Auskunft von Sat 1 keine grundsätzlichen Änderungen geplant. Oliver Pocher wird sich in satirischer Weise mit den Themen der Woche auseinandersetzen, mit prominenten Gästen plaudern, schräge Menschen präsentieren und Prominente parodieren.

Daneben soll er mit „spektakulären Studioaktionen und überraschenden Einspielern“ brillieren, kündigt der Sender an, der sich vor seinen angeschlagenen Moderator stellt und eine Sprecherin vor Kurzem tapfer verkünden ließ, die Show sei keineswegs angezählt - Solidaritätsbekundungen, die vergessen sein dürften, sollten sich Pochers miese Einschaltquoten nicht schnell bessern.

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