Ein Vokalensemble aus Västerås verlieh der HNA-Weihnachtsgala eine besondere Note

Lichterglanz aus Schweden

Zu Gast aus Kassels schwedischer Partnerstadt Västerås: Das Vokalensemble des Carlforsska Gymnasiet beim Lucia-Zug. Foto: Schachtschneider

Kassel. Um die winterliche Dunkelheit zu vertreiben, haben sich vor allem die Menschen im Norden einiges einfallen lassen. In Schweden hat das Luciafest Tradition: Mit Kerzen geschmückte Mädchen ziehen singend umher. Eigentlich fällt das Fest auf den 13. Dezember, der nach dem alten julianischen Kalender der kürzeste Tag des Jahres war. Doch bei der HNA-Weihnachtsgala im ausverkauften Kasseler Opernhaus war schon am zweiten Adventssonntag der Lucia-Zug zu erleben: Das Vokalensemble des Carlforsska Gymnasiet aus Kassels Partnerstadt Västerås zog über die verdunkelte Bühne ein und interpretierte weihnachtliche Volkslieder.

Später war das Ensemble noch einmal mit dem Staatsorchester Kassel unter der Leitung von Patrik Ringborg zu hören. Vier Weihnachtslieder erklangen in einem Arrangement von Jan-Åke Hillerub.

Festliche Barockmusik ist in hohem Maße geeignet, weihnachtliche Stimmung zu verbreiten: Bei der Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ von Johann Sebastian Bach, BWV 51, ist es die festlich-virtuose Kombination von strahlendem Sopran und konzertanter Solotrompete, die das Werk so beliebt macht. Die Sopranistin LinLin Fan und Solotrompeter Frank Serverin gaben Kostproben ihres Könnens, begleitet von den Staatsorchester-Streichern unter der Leitung von Marco Comin.

Besinnlicher wurde es mit dem Kanon von Johann Pachelbel und der berühmten „Air“ aus Johann Sebastian Bachs D-Dur-Orchestersuite BWV 1068, ehe Konzertmeister Razvan Hamza als Solist im Vivaldi-Violinkonzert aus den „Vier Jahreszeiten“ mit virtuoser Brillanz und tonschönem Spiel den „Winter“ interpretierte.

Weihnachtliche Texte, vorgetragen von der Schauspielerin Anke Stedingk, brachten eine humorvolle Note in den Abend, der sich mit zwei Stunden Programm ohne Pause allerdings etwas in die Länge zog. Für einen beschwingten Ausklang sorgten die Drei Deutschen Tänze von Wolfgang Amadeus Mozart, von denen besonders „Die Schlittenfahrt“ mit zwei Posthörnern und Schlittenschellen für winterliche Stimmung sorgte.

„Ein langes Konzert braucht eine kurze Zugabe“, meinte Generalmusikdirektor Patrik Ringborg zum Schluss - und gemeinsam wurde „O Tannenbaum“ gesungen - sicher einmal mit Vivaldi-Unterlegung.

Langer Beifall belohnte alle Beteiligten. Und auch wer nicht dabei war, kann von der Gala profitieren: Der Erlös geht an die Aktion Advent und an Kinder für Nordhessen.

Von Werner Fritsch

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