Liebe macht blind: ein „Polizeiruf 110“ mit Charme

Verliebte Fahnder, Erpressung, Korruption in den eigenen Reihen - der MDR-„Polizeiruf 110“ von Regisseur Dror Zahavi, „Blutige Straße“, bot bekannte Krimi-Versatzstücke.

Was dem Hallenser Fall (Buch: Hans-Werner Honert) vergnüglichen Charme verlieh: Der in der vorigen Folge angeschossene Hauptkommissar Schmücke (Jaecki Schwarz) ermittelte seelenruhig-souverän aus der Klinik. Und ließ sich vom Chefarzt eine Schlüsselfigur, den abgerissenen Journalisten Klaue, ins Nachbarbett legen.

Der verlotterte, schmierige, herrlich schnoddrige Boulevard-Schreiber war eine klasse Rolle für Kino-Star Henry Hübchen. Er füllte sie mit sichtlicher Freude aus. Reporter und Kommissar auf wenigen Quadratmetern Krankenzimmer vereint, das gab der 08/15-Geschichte vom rücksichtslosen Bauunternehmer Pep. Und die attraktive Oberkommissarin Nora Lindner (Isabell Gerschke)? Verfiel dem feschen, aber kaltherzigen Staatsanwalt (Misel Maticevic).

Schon bei dessen riesiger Luxus-Wohnung hätte es ihr mulmig werden müssen. Aber Liebe macht ja bekanntlich blind. So musste am Ende Kollege Schmücke ganz väterlich trösten.

Von Mark-Christian von Busse

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.