Hannah Köpf und Band mit „Stories Untold“ im Theaterstübchen

Liebe, ein Nachthemd

Vergnügt und ein bisschen frech: Hannah Köpf stellte ihre Debüt-CD „Stories Untold“ im Theaterstübchen vor. Foto: Socher

Kassel. Liebe ist ein Fanclub mit nur zwei Fans, ein noch warmes, rosa Nachthemd, „Fish und Chips“ an regnerischen Wintertagen. Liebe ist, was bleibt, wenn du nicht bei mir bist. Tiefsinnig und doch nicht ohne eine Portion britischen Humor reihten sich die Gedanken von Adrian Henris lyrischer Ballade „Love is…“ aneinander. „Dieser Song ist so schön, ich wünschte, ich hätte ihn selber geschrieben“, lachte Hannah Köpf vergnügt ins Publikum.

Dabei hatte die junge Sängerin, die am Dienstagabend mit ihrer sechsköpfigen Band ihre Debüt-CD „Stories Untold“ im gut besuchten Theaterstübchen vorstellte, keinen Grund, sich zu verstecken: Fast alle Lieder, die sie mit heiteren Kommentaren einleitete, entstammen ihrer Feder.

Mit glasklarer Stimme präsentierte sie eine gefühlvolle Mischung aus Jazz, Pop und Singer-Songwriter-Elementen mit frechen Schlenkern in die irische Folklore, die mal an Barbra Streisand und Bette Midler und mal an Björk erinnerte. Eine sehnsüchtige Hommage an Familie und Kindheit waren ihre Lieder. „The Songs that the Wind sings“ ist inspiriert von den allmorgendlichen Märchenstunden der Großmutter. „What Mama said“ erzählt von den aufregenden Dingen, die Kinder gern ausprobieren, Eltern aber verbieten.

Das poppige „Little Things“ schließlich ist eine Liebeserklärung an die jüngere Schwester: „Ich find’s cool, dass du in einer Jazz-Band singst, aber schreib doch mal ein Lied, das meinen Freunden gefällt“, zitierte Hannah Köpf sie grinsend.

Großartig wurde Köpf von ihren außergewöhnlichen Musikern flankiert. Allen voran von Denis Gäbel an Saxofon und Klarinetten und dem mit dem Neuen Deutschen Jazzpreis ausgezeichneten Trompeter Frederik Köster. Die beiden Instrumentalisten schäkerten, schmetterten und scharwenzelten nur so auf ihren Instrumenten, mal unisono wie beim klassischen Bläserduett, mal in pointierten Terzläufen mit der Gesangsstimme, mal in beeindruckenden Improvisationen. Begeistert forderte das Publikum Zugaben.

Von Carolina Rehrmann

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