Shakespeares „Sommernachtstraum“ am Goethe-Gymnasium

Liebestoll im Wald

Verwirrung mit einem Liebestrank: Sandra Kann als Puck, Delil Öcalan als Oberon. Foto:  Ammermüller

Kassel. Zwei Paare, liebestrunken und nicht ganz bei Sinnen, irren durch den Wald. Nein, das ist nicht das Dschungelcamp, sondern stammt aus der Feder von William Shakespeare. Mit der Komödie „Ein Sommernachtstraum“ hat er ein Stück geschrieben, welches zu jeder Epoche aktuell und sehenswert ist.

Den Beweis ist der Kurs Darstellendes Spiel des Goethe-Gymnasiums mit seiner Inszenierung des Lustspiels angetreten. Am Montagabend gab es in der Aula zahlreiche Lachsalven in den voll besetzten Zuschauerreihen. Doch da musste der gute alte Dichter durch, denn sehenswert ist die freie Inszenierung unter der Leitung von Eckhard Lück allemal.

Im Wald ist der Teufel los. Zwei Liebespaare suchen hier einen Ort für ein lauschiges Stelldichein. Das Problem an der Sache ist, Helena (Liya Kiefle) liebt Demetrius (Steffen Engelbrecht), dieser jedoch verehrt Hermia (Theresa Zeh), die wiederum Lysander (Corin Freyer) anbetet, doch dieser hat nur Augen für Helena. Um das Chaos komplett zu machen, mischen der Elfenkönig Oberon (Delil Öcalan) und Puck (Sandra Kann), sein Hofnarr, mit einem Liebestrunk mit. Dazwischen probt eine talentfreie Handwerkertruppe ein Theaterstück.

Die 15 Schüler des 13. Jahrgangs haben das Stück in verschiedenen Epochen inszeniert. Beginnend in der Romantik unternehmen sie einen gewagten Ausflug in die 70er und die sexuelle Revolution und enden in der Moderne. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine heiter rasante Inszenierung, die getragen von einer offensichtlichen Spielfreude das Experiment „Sommernachtstraum“ zu einer gelungenen Aufführung bringt.

Weitere Aufführung heute Abend in der Aula des Goethe-Gymnasiums ab 19 Uhr.

Von Kirsten Ammermüller

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