Neu im Kino: „Max Schmeling“ mit Henry Maske

Im Training: Henry Maske als Max Schmeling. Foto:  nh

Als Max Schmeling 1930 den Weltmeistertitel im Schwergewicht mit nach Hause brachte, waren die Braunhemden in Deutschland vor dem Durchbruch. Aber der deutsche Boxer entwickelte sich zunächst unabhängig von der politischen Dominanzkultur seines Landes zu einem der populärsten Sportler seiner Zeit.

Regisseur Uwe Boll – selbst ein bekennender Amateurboxer – orientiert sich in seinem schnörkellosen Filmporträt „Max Schmeling“ an dessen Karriere im Ring und hakt private wie politische Verwicklungen im Modus liebloser Pflichterfüllung ab.

Der ehemalige Weltmeister Henry Maske als Hauptdarsteller sorgt dafür, dass die Boxkampfsequenzen glaubhaft werden. Aber sobald es ins echte Schmeling-Leben geht, stößt der Laiendarsteller deutlich an seine schauspielerischen Grenzen. Schwerer wiegt noch, dass Boll, der sich zuletzt mit Adaptionen von Videospielen auf dem amerikanischen B-Movie-Markt profiliert hat, die eigentlichen Qualitäten des Stoffes verschenkt.

Denn von den inneren Kämpfen Schmelings, der von den Nazis als Beispiel für die Überlegenheit der deutschen Herrenrasse in Gebrauch genommen wurde, erfährt man so gut wie nichts.

Genre: Filmbiografie

Altersfreigabe: ab 12

Wertung: !!:::

Von Martin Schwickert

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