Literaturbörse: Sieg für Marciniak

Kassel. Offenkundig lag die Jury auf einer Wellenlänge mit dem Publikum. Als sich Henrike Taupitz, Britta Döring und Karl-Heinz Nickel für die Satire „Der Gedichtspanscher“ von Friedhelm Marciniak als Gewinner der 9. Kasseler Literaturbörse entschieden hatten, spendeten 80 Besucher im Offenen Kanal riesigen Beifall.

„Der zweite Preis ging gleichauf an Horst Kuhley mit der ,IT-Katastrophe’ und an den jüngsten Teilnehmer Alexander Frisch mit ,An die dezipischen Landsleute’, in der er sich auf satirische Weise mit dem Verhalten in Diktaturen auseinandergesetzt hat“, berichtet Organisator Walter Burgheim vom Awo-Statteilzentrum Niederzwehren. Den dritten Preis erhielt Angelika Rossmeisl mit der Satire „Am Telefon“. Durch den Abend führte Conny Nachtwey, für eine musikalische Note sorgte Natalia Bachmann.

An den Wettbewerben haben inzwischen über 270 verschiedene Literaten teilgenommen, über 1000 Kurzgeschichten wurden eingereicht. Aus den Literaturbörsen 2002 bis 2009 ist die Anthologie „Verlockungen“ hervorgegangen. (vbs)

Die drei Preisträger und die sieben anderen Autoren sind am Donnerstag, 18.15 Uhr, im Offenen Kanal auf Sendung.

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