Das A-cappella-Ensemble dodecanta zeigte im Bergpark seine Vielseitigkeit

Von Liverpool bis Buenos Aires

Leidenschaftlich: Der Chor dodecanto sang im Bergpark, und die Besucher lauschten mitten im Grünen. Fotos: Koch

Kassel. Und schon wieder ein Konzert zur Mittagszeit im Bergpark, bei dem der strahlende Sonnenschein für einen Besucheransturm sorgte, auf den so manches Theater neidisch werden könnte. Hunderte kamen, die Sitzreihen waren gefüllt, die Rasenflächen belegt, die Hänge ebenfalls.

Das Kasseler A-cappella-Ensemble dodecanta präsentierte in der Konzertmuschel Auszüge aus seinem vielseitigen Repertoire. Besonders reizvoll: die Sänger, die seit 2012 unter der Leitung von Martje Grandis singen, interpretierten überwiegend Stücke aus der Feder der legendären Beatles.

Zum Auftakt Ohrwürmer von anderen Popgrößen, dann war Pilzkopf-Nostalgie angesagt: „Can’t Buy Me Love“, „You’ve Got To Hide Your Love Away“, „Revolution“. Zwischen diesen Stücken mal rasch von Liverpool nach Buenos Aires gesprungen und Astor Piazzollas „Libertango“ eingeschoben, und weiter ging es mit dem wenig bekannten Beatles-Stück „I’ll Follow The Sun“ und einem sehr zärtlich interpretierten „Black Bird“. Sehr ansprechend auch: eine „Ode an die Sonne“, gesungen in lettischer Sprache.

Ein dickes Lob muss man diesem Chor für seine anspruchsvollen und pfiffigen Arrangements zollen, ebenfalls für die gesangstechnische Präzision und Homogenität. Viel Arbeit, Leidenschaft und Probenschweiß waren rauszuhören. Schade nur, dass die Bühnenpräsentation und die Ansagen ein wenig zu ernsthaft rüberkamen. Ein Prise mehr Pepp und Witz hätte sich die Formation durchaus erlauben können. Dies aber nur als Fußnote.

Das Publikum bedankte sich mit viel Beifall, bekam zwei Zugaben und wurde dann ganz direkt angesprochen: „Wir suchen noch einen Tenor. Wer Lust hat, kann uns gleich hier ansprechen.“

Es sangen: Martje Grandis, Annette Fydrich, Gerlind Otto, Andrea Steiger, Marlies Otto, Dankwart Pankow-Horstmann, Stefan Emetz, Jens Brömer, Stefan Kimm, Berthold Kloss, Michael Grandis. Nicht dabei im Bergpark: Christiane Forst-Reuter.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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