A-cappella-Sextett Stimmgelage: Lover aus Bratislava

Kassel. Seit Jahren tauchen immer mehr A-cappella-Gruppen aus Hinterzimmern auf. Eine sind die sechs Sänger von Stimmgelage aus Karlsruhe, die am Samstagabend in Salzmanns Factory ihren ersten Kassel-Auftritt hatten: Dominic, Dave, Jochen, Gonzo, Eddie und Jules, der in Kassel Umweltingenieurwesen studiert.

Das Vokalsextett hat ein Repertoire von beachtlicher Breite, aus dem es zwei Stunden lang Kostproben gab. Natürlich gab es Lieder der großen Vorbilder: von den Wise Guys „Sommer“, „Tiefgang“, „Chocolate Cookie Chips“ und „Nur für dich“ oder von den Prinzen das unverwüstliche „Audi Victoria“. Hinzu kam eine gute Portion Beatles. In hübschen Arrangements waren „And I love her“, „Blackbird“ und „Eleanor Rigby“ zu hören.

Die sechs Stimmen passen gut zusammen, keine drängt sich in den Vordergrund. Es sind durchaus ausgefeilte Sätze, die sich Stimmgelage ausgesucht hat, darunter einige, die Dave selbst komponiert hat. An der sängerischen Potenz herrschte kein Zweifel. Leider war die technische Abmischung nicht besonders gelungen, oft war die erste Stimme zu wenig herausgehoben. An der abwechselnd gesprochenen Moderation können die sechs noch etwas arbeiten, damit ihre Auftritte noch runder werden.

Die 60 Zuhörer, darunter viele Freunde der Gruppe, waren bester Stimmung. Besonders die satirischen Nummern wie „Guitar“ von Peter Nalitch oder der brillant vorgetragene „Bratislava Lover“ von der Gruppe Basta riefen großen Applaus hervor. Erst nach der dritten Zugabe, „Es gibt keine Sandmännchen mehr“ von Udo Lindenberg, ging es in den gemütlichen Teil über.

Von Johannes Mundry

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