Emanzipation dank Lena Odenthal

"Tatort" aus Ludwigsahfen: So war die 70. Folge mit der Kasselerin Ulrike Folkerts 

Ulrike Folkerts (links) ermittelte in ihren 70. Folge als Lena Odenthal gemeinsam mit Lisa Bitter (Johanna Stern). 
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Ulrike Folkerts (links) ermittelte in ihren 70. Folge als Lena Odenthal gemeinsam mit Lisa Bitter (Johanna Stern). 

Ulrike Folkerts war zum 70. Mal als Lena Odenthal im "Tatort"-Ludwigshafen zu sehen. Ihre Rolle ebnete den Weg für viele andere Ermittlerinnen, meint unser Kritiker. 

Dieser „Tatort“ war der Unrealistischste seit Langem. 30 Jahre lang habe sich in dem Kaff Zarten nichts geändert, stellten die Polizisten Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) und Stefan Tries (Ben Becker) fest. Das Beste an diesem Flecken der Pfalz sei die Bundesstraße, auf der man in einer Stunde in Kaiserslautern sei. Und in der Kurve steht immer noch der Baum, an dem sich alle tot rasen. 

In Wirklichkeit hat sich nicht nur in Zarten sehr viel verändert, seit Lena Odenthal 1991 zum ersten Mal dort ermittelte. Damals war sie die einzige „Tatort“-Kommissarin. Heute sind TV-Ermittlerinnen Alltag. Allein im „Tatort“ gibt es 17 Frauen und 23 Männer.

"Die Pfalz von oben" war ein passabler Krimi

Der Fortschritt auf dem Bildschirm ist auch ein Verdienst von Odenthal, die bei Kritikern einen schweren Stand hat, weil die SWR-Drehbücher oft aus einer fernen Vergangenheit zu stammen scheinen. Die Folge „Die Pfalz von oben“ von Brigitte Bertele (Regie) und Stefan Dähnert (Drehbuch) war dagegen ein passabler Krimi.

Nicht so sehr wegen des Plots oder der Dialoge, sondern wegen der wehmütigen Stimmung, die 30 Jahre nach der ersten Zusammenarbeit zwischen Odenthal und Tries aufkam. Man sollte sich danach noch mal die Folge „Tod im Häcksler“ aus dem Jahr 1991 anschauen. Dann wird man feststellen, dass Folkerts (58) in ihrem 70. Fall viel besser aussieht als damals, was unrealistisch erscheint, aber wahr ist. 

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