Lustige Laku-Paka-Premiere: „Der Mops von Bornholm“

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Humorvoller Erzähler: Günter Staniewski.

Kassel. Über Möpse kann man sich bekanntlich streiten. Während die einen für diese kleinen, schnaufenden Wesen mit den platt gedrückten Nasen höchstens ein müdes Lächeln übrig haben, sind die Mopsliebhaber entzückt über die niedlichen Hunde.

Doch ein Mops dürfte nun beide Seiten vereinen: „Der Mops von Bornholm.“ Aus der skurrilen Geschichte von Emanuel Eckardt hat das Theater Laku Paka unter der Regie von Kerstin Röhn ein Stück für alle ab 5 Jahre entworfen, welches deutlich macht: Ein Mops ist nicht nur ein Mops. Bei der Premiere am Sonntag überzeugte Günter Staniewski singend und tanzend alle kleinen und großen Zuschauer mit dem, was das Theater Laku Paka ausmacht: humorvoll-skurriles Erzähltheater.

Eigentlich war er nur ein Mops unter vielen Möpsen, die frei auf der kleinen Insel Bornholm leben. Doch dieser eine war mit einer wundervollen Stimme gesegnet, wie sie eigentlich nur italienische Tenöre besitzen. Doch in den eigenen Reihen gilt die Begabung nicht viel, und das Rudel mobbt den Mops und verbannt ihn aus seinen Reihen.

Schließlich kommt er zu der Witwe Meret Kofoed, die ihn aufnimmt und mit gekochter Gurgel verwöhnt. Jeden Freitag trifft sich die Witwe mit ihren Freunden zum gemeinsamen Musizieren. Der Mops trällert munter drauf- los. Eine große Karriere scheint ihm bestimmt zu sein, doch hat ihn bis heute niemand auf der singen gesehen.

Die Bühne ist ein großes Bilderbuch. Darin schlägt Günter Staniewski Seite um Seite auf und erzählt die Geschichte nach den Illustrationen von Emanuel Eckardt. Ergänzt durch Requisiten, die aus dem Buch entstiegen zu sein scheinen, wie etwa mopsige Terrakotten oder Souvenire einer Rundkirche von Bornholm. Doch auch Tonaufnahmen (Musik: Kerstin Röhn) des Mopsgesanges oder die Marionette eines italienischen Startenors sind Bestandteile dieses sehr gelungenen Stücks.

„Der Mops von Bornholm“ ist heute, 17 Uhr, wieder im Dock 4 zu sehen.

Von Kirsten Ammermüller 

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