Theatertage: „Even the dead ...“ aus Frankfurt

Die Macht der Bilder

Kassel. Standbilder, Einzelbilder, abgefilmte Fotos, Briefe. Der Regisseur Chris Kondek und der Schauspieler Matthias Breitenbach begeben sich bei ihrer Performance „Even the dead are not safe from the living“ am Samstagabend im tif auf Spurensuche: Sie erzählen die Geschichte des belgischen Filmemachers Paul Huron.

Die letzten Nachrichten von ihm sind 1984 aus Kuba gekommen, danach verschwand er. Huron, der, so Kondek /Breitenbach in ihren auf Englisch und Deutsch vorgetragenen Kommentaren, eine Obsession für Listen hatte, dessen Filme niemals kohärent waren, der immer auf der Suche war nach dem letzten Bild. Er galt einer ganzen Generation von Konzeptfilmern als Vorbild, sagt Kondek.

Im tif sind vier Reihen von Tischen aufgestellt, die mit Schreibtischlampen beleuchtet und mit mobilen Kameras ausgestattet sind. Die Spurensuche der zwei, eine Produktion des Künstlerhauses Mousonturm Frankfurt und bei den Hessischen Theatertagen zu sehen, ist ein Spiel über die Macht der Bilder, die ein Leben inszeniert, eine Biografie schafft. Huron ist ein Künstler, der sich verflüchtigt hat. Oder es hat ihn nie gegeben.

Von Juliane Sattler

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