Der Magier Hans Klok verblüffte und begeisterte das Publikum in der Kasseler Stadthalle

Wie macht er das bloß?

Perfektes Spiel mit Sinnestäuschungen: Magier Hans Klok in der Kasseler Stadthalle. Foto: Socher

Kassel. Kaum zu glauben, dass es nur Tricks sind. Imagination perfekt: Durch die Dunkelheit tanzen farbige Lichtpunkte. Der Meister streckt die Hand aus und sie verschwinden darin. Aus einer Kisten schweben sie wieder in die Höhe und formieren sich zu einem leuchtenden Schriftzug: MAGIE.

Im nächsten Moment streckt der Mann, der, in gleißend weißes Bühnenlicht getaucht, selbst wie eine Lichterscheinung wirkt, eine Leuchtröhre in die Höhe. Er rollt sie wie eine Schriftrolle aus, zieht sie bis zum Boden, und die Rolle wird zu einem Fenster, durch das eine Frauengestalt auf die Bühne springt.

Hans Klok zählt zu den besten Imaginationskünstlern Europas. Am Donnerstag verzauberte der Niederländer mit seiner magischen Show die Besucher in der fast ausverkauften Stadthalle. Bei jeder Nummer fragt sich der verblüffte Betrachter: Wie macht er das bloß? „Gut“, ruft Klok, als Zuschauerrufe dieser Art ihn erreichen. Lächelnd gibt er zu, dass alles keine Zauberei ist, er aber von Kindesbeinen an von Magie fasziniert ist: „Mit acht bekam ich einen Zauberkasten und übte Tag für Tag.“ Bis nach Las Vegas, dem Mekka der Bühnensensationen hat ihn das gebracht.

Kloks Show atmet dieses Flair: eine atemberaubende Bühnen-Show, die seine Kunst mit Tanz, klassischer Musik, Licht und Humor verschmelzt. Keine Sekunde Stillstand. Seine Assistentinnen: Sex-Appeal-dekorierte Blickfänge.

Den verblüffenden Tricks folgen Tänzerinnen und Tänzer, die auf hohem Niveau und in Fantasie-Kostümen anspruchsvolle Choreografien umsetzen und auf die nächsten Nummern einstimmen.

Faszinierende Nummern: Eine Assistentin bettet er auf drei Säbel, zieht sie unter ihr weg, und die Dame schwebt im Raum. Rollentausch: Klok spielt das wehrlose Opfer, das von einer dunklen Gestalt in eine Kiste gesperrt wird. Sekunden später ist die Gestalt in der Kiste und er obenauf.

Der Mystik der Imagination folgt der Humor. Ein tollpatschiger Zauberlehrling mit Namen Rafael bringt das Publikum zum Lachen. Auch für das Herz ist was dabei: Klok fischt sich einen Sechsjährigen aus dem Publikum und wirft Bonbons in eine Schachtel. Als der Junge danach greift, hält er eine Bonbonkette in der Hand. Das Publikum verabschiedet den Magier mit Ovationen.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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