Musikzentrum im Kutscherhaus präsentierte sich im Schlachthof

Mächtige Bläser

Kraftvolle Bläser: Für die an der Jazznacht des MiK beteiligten Bands gab es viel Beifall. Hier Mitglieder von Greencard, die den Abend eröffneten. Foto: Malmus

Kassel. Der Bandname „Greencard Jazzband“ lässt sich ohne Hintergrundwissen vollkommen falsch verstehen. So besitzen die Musiker der Jazzband des Musikzentrums im Kutscherhaus keineswegs eine unbeschränkte Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung für die Vereinigten Staaten. Vielmehr verdankt die Band den ehemals grünen Notenmappen diesen Namen.

Bereits seit einigen Jahren ist es Tradition, dass die Bands des MiKs einmal im Jahr ihr umfangreiches Jazzrepertoire dem Kasseler Publikum im Schlachthof präsentieren.

Bei einer Reihe von Jazzklassikern wie etwa „Blue Train“ oder „Buddy and Soul“ zeichnete sich bereits bei diesem ersten Act der Jazznacht des MiK eine Tendenz ab, die auch für die nachfolgenden Ensembles gelten sollte: So glänzten insbesondere die gut besetzten Bläsersections der Bands.

Besonders mächtig und kraftvoll natürlich bei der MiK-Bigband mit sieben Saxofonisten, zwei Trompeten und zwei Posaunen, welche dem fast dreistündigen Programm ein würdiges Finale bereiteten. Dabei taten auch gelegentliche Temposchwankungen und „ungewollte Blue Notes“ der guten Stimmung im etwa zur Hälfte gefüllten Schlachthof keinen Abbruch.

Ein besonderer Leckerbissen war an diesem Abend die Vorstellung des „Golden Globe Orchestra“, das wie auch die anderen Ensembles vom Kasseler Jazzmusiker und Musikschullehrer Albrecht Schmücker angeleitet wurde.

Insbesondere dessen Interpretation des Standards „Recorda Me“ ließ es nicht am nötigen Groove fehlen. Bereits zuvor hatte das „Blue Note“-Jazzensemble mit Titeln von Charles Mingus bis Dave Brubeck sein Können unter Beweis gestellt. Kräftiger Applaus.

Von Sebastian Krämer

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