Studierende zeigten „Rumpelstilzchen“

Märchen mit Musik

Kassel. Taschenlampen sollten mitgebracht werden: Als Teil der Woche „grimm + eigen:sinn“ führten Studenten der Musikakademie Kassel das selbst entwickelte Musiktheaterstück „Rumpelstilzchen“ im Dock 4 auf.

„Ach, das glaube ich doch nicht!“, ruft Jennifer Schneidawind. Ein Mädchen, das Stroh zu Gold spinnen kann, davon habe sie noch nie gehört. Diese Rumpelstilzchen-Version erzählt den Inhalt analog zum Grimm’schen Vorbild. Nur die Form hat sich verändert. Teile werden gespielt, andere erzählt. Schneidawind als mitreißende Moderatorin unterbricht gelegentlich den Fortgang, um durch gemeinsames Taschenlampenkreisen Unterstützung von den Sternen zu holen oder das Spinnrad anzufeuern. Ein halb modern, halb mittelalterlich verkleidetes Ensemble spielt barocke und mittelalterliche Klänge. Die Popballade der Müllerstochter „Wie soll ich das nur schaffen“, der Ohrwurm „Schnurr, schnurr, schnurr“ und der Abschlusssong „Das Leben ist kostbar“ wurden von den Studenten des Studiengangs Elementare Musikpädagogik (Leitung: Ulrike Meyerholz) selbst komponiert.

Fantasievoll und mit toller Musik kam dieses „Rumpelstilzchen“ daher. Nur einmal, als die Boten der Königin auf Namenssuche ins Publikum stürmten, wurde dieses mehr erschreckt, als zum Mitmachen animiert. Hier wäre für die Zuschauer ab vier Jahren eine deutlichere Erläuterung wichtig gewesen. Festival-Abschluss Sonntag, Thema „Bei Grimms zu Gast“: 11 Uhr, „Prinzessin Goldenschön“ (Lempen Theatre, England, ab 6 Jahren, auf Deutsch, Deck 1), 14.30 Uhr: „Fiddlesticks“ (Michaela Bortonova, Garlic Theatre, Englisch-Kenntnisse nicht erforderlich, ab 4 Jahren, Figurentheater), 17 Uhr: „Ohne Worte“, mit Studierenden aus Ungarn, für jedes Alter (Deck 1).

Von Valerie Schmidt

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