Vom Klassenclown zum Bühnen-Schalk: David Leukert sorgte im Piazza für Lachsalven

Mann in den besten Jahren

Beherrscht das Witze-Erzählen perfekt: David Leukert. Foto: Malmus

Vellmar. So manchem Kabarettisten oder Komiker eilt der Ruf voraus, er würde heute für das bezahlt, wofür er früher das Klassenzimmer verlassen musste. Auf den in Berlin geborenen Spaßmacher David Leukert trifft das zu.

Lehrer zu parodieren, soll auf der Penne seine stärkste Begabung gewesen sein. Dem Applaus seiner Mitschüler folgte Mitte der 90er die Entscheidung, diese Talente professionell zur Blüte zu bringen. Sieben Jahre ist es her, seitdem der sympathische Bühnen-Filou, Marke „hilfloser Mann in allen Beziehungslagen“, sich in Vellmar präsentierte. Am Samstag gab es im Piazza ein Wiedersehen vor 60 Besuchern. „Vom Single zur Kleinfamilie“ heißt sein Programm. Klingt nach einer kabarettistischen Orchestrierung für Geschlechterkampf und Familienensemble. Ist es auch, doch darüber hinaus eine witzig pointierte Spiegelung des Zeitgeists.

Leukert erobert mit seiner Spontaneität und seinem Lausbubencharme das Publikum. Ein weiterer Volltreffer: Er beherrscht die Kunst des Witze- und Anekdoten-Erzählens meisterhaft. Der Vater eines 17-Jährigen: „Neulich lobte mich mein Sohn: Papa, also man kann nicht unbedingt sagen, dass du scheiße bist. Ich habe mich so darüber gefreut.“ Der Mann in den besten Jahren: „Mich hat eine Frau beim Joggen überholt - mit Kinderwagen!“ Krise mit der Partnerin? Dann muss ein Löffeltanz im Schuhplattler-Stil es richten. Gesagt und vorgetanzt, und das Publikum bog sich vor Lachen.

Leukert und seine bessere Hälfte? „Wir ergänzen uns. Sie sieht gut aus, hat Charme und Intelligenz, und ich kann das alles ausgleichen.“ Lautstarker Beifall.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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