Hitparade sakraler Edelsteine

Marc Marshall und Jay Alexander in Vellmar

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„Die Top Ten des Himmels“: Marc Marshall (links) und Jay Alexander bei ihrem Auftritt in der Vellmarer Heilig-Geist-Kirche.

Vellmar. Wie die beiden dastehen – Schulter an Schulter, die Köpfe demütig gesenkt – könnte man sie fast für zwei Sünder vor der Buße halten. Doch nicht um zu beichten war das populäre Gesangs-Duo Marc Marshall und Jay Alexander am Sonntagabend nach Vellmar gekommen.

Sondern um die bis zum letzten Platz gefüllte Heilig-Geist-Kirche mit Liedern zu füllen, die wohl nirgendwohin besser passen, als in ein Gotteshaus.

„Die Top Ten des Himmels“ heißt ihr Programm, eine Art ewige Hitparade sakraler Edelsteine, deren Leuchtkraft sich aus tiefem Glauben speist. Mit dabei Himmelsstürmer wie „Ave Maria“ – in vierfacher Ausfertigung gesungen: von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert, César Franck und Pietro Mascari.

Beethovens „Die Himmel rühmen“ folgte der bekannte Choral „Großer Gott wir loben dich“, bei dem die Besucher spontan einstimmten und für die berührendsten Momente des Konzertes sorgten.

Mit dabei auch Händels Arie „Ombra mai fu“, besser bekannt als „Largo“, auch Francks „Panis Angelicus“. Eine sakrale Perle folgte der nächsten. Etwas Kommunikation hätte gut gepasst. Welche Beziehung haben die Sänger zu den Stücken? Welche Beziehung zum Glauben? Funkstille. Lied ansagen, singen, fertig.

Mitteilungsfreudiger waren die Sänger, die mittlerweile durch 400 Kirchen getourt sind, bei der Nennung ihrer CDs. Vier-, fünfmal wurde das Publikum daran erinnert.

Und der Gesang? Technisch überzeugend, das große Leuchten aber, das den Stücken innewohnt, das Charisma dieser klingenden Glaubensbekenntnisse vermochten die beiden nur bedingt auszuloten.

Begleitet wurde das Duo von einem einfühlsam aufspielenden Trio: Richard Whild (Harmonium), Frank Lauber (Querflöte, Klarinette) und Klaus Jäckle (Gitarre), der sich mit zwei Solovorträgen Applaus verdiente. Das Publikum bedankte sich für die Musik mit lautstarkem Beifall und freute sich über zwei Zugaben.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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