Große Trauerfeier: Abschied von Reich-Ranicki

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Andrew Ranicki steht vor dem Sarg seines Vaters.

Frankfurt/Main - Rund 200 Trauergäste haben auf dem Frankfurter Hauptfriedhof Abschied von dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki genommen. In die Rednerliste trugen sich viele Prominente ein.

An der Feier am Donnerstagnachmittag nahm auch Bundespräsident Joachim Gauck teil. Die Rednerliste reichte von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bis zu TV-Entertainer Thomas Gottschalk. Der „Literaturpapst“ Reich-Ranicki war vergangene Woche im Alter von 93 Jahren in Frankfurt gestorben.

Beigesetzt wird Reich-Ranicki erst in einigen Wochen. Wie auch seine Frau Teofila, die 2011 starb, hat sich der Literaturkritiker eine Feuerbestattung gewünscht. Die Urnenbeisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden. Im Oktober ist in der Paulskirche eine öffentliche Gedenkfeier geplant.

Abschiedsfeier: Gauck erweist Marcel Reich-Ranicki die letzte Ehre

Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Hier trauert sein Sohn Andrew Ranicki mit seiner Frau Ida Thompson. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch Volkier Bouffier. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch Bundespräsident Joachim Gauck (m.) © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch Bundespräsident Joachim Gauck mit seiner Lebensgefährin Daniela Schadt (2.v.l.) © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch TV-Entertainer Thomas Gottschalk. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch FAZ-Mitherausgeber Frank Schirrmacher. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch Literaturkritiker Hellmuth Karasek mit seiner Frau Armgard Seeger und Tocher Laura. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth, Frank Schirrmacher, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Salomon Korn und Entertainer Thomas Gottschalk. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch natürlich sein Sohn Andrew Ranicki, hier mit Entertainer Thomas Gottschalk. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch der Frankfurter OB Peter Feldmann. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch Hessens Ministerpräsident Volkier Bouffier. © dpa
Marcel Reich-Ranicki ist ungefähr eine Woche nach seinem Tod von rund 200 Trauergästen verabschiedet worden. Die Feier fand auf dem Frankfurter Hauptfriedhof statt. Zu den Gästen zählte auch der Präsident des Zentralrates der Juden Dieter Graumann. © dpa

Der scharfzüngige Reich-Ranicki, der in Polen als Sohn einer jüdischen Familie geboren wurde, wuchs in Berlin auf. Zusammen mit seiner Frau überlebte er das Warschauer Ghetto und kehrte 1958 nach Deutschland zurück. Das Paar hat einen Sohn, der als Mathe-Professor im schottischen Edinburgh lebt. Einem Millionenpublikum wurde der Kritiker mit der ZDF-Sendung „Das Literarische Quartett“ bekannt. 1999 veröffentlichte er seine Autobiografie „Mein Leben“.

dpa

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