Große Trauerfeier: Abschied von Reich-Ranicki

+
Andrew Ranicki steht vor dem Sarg seines Vaters.

Frankfurt/Main - Rund 200 Trauergäste haben auf dem Frankfurter Hauptfriedhof Abschied von dem Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki genommen. In die Rednerliste trugen sich viele Prominente ein.

An der Feier am Donnerstagnachmittag nahm auch Bundespräsident Joachim Gauck teil. Die Rednerliste reichte von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bis zu TV-Entertainer Thomas Gottschalk. Der „Literaturpapst“ Reich-Ranicki war vergangene Woche im Alter von 93 Jahren in Frankfurt gestorben.

Beigesetzt wird Reich-Ranicki erst in einigen Wochen. Wie auch seine Frau Teofila, die 2011 starb, hat sich der Literaturkritiker eine Feuerbestattung gewünscht. Die Urnenbeisetzung soll im engsten Familienkreis stattfinden. Im Oktober ist in der Paulskirche eine öffentliche Gedenkfeier geplant.

Abschiedsfeier: Gauck erweist Marcel Reich-Ranicki die letzte Ehre

Abschiedsfeier: Gauck erweist Marcel Reich-Ranicki die letzte Ehre

Der scharfzüngige Reich-Ranicki, der in Polen als Sohn einer jüdischen Familie geboren wurde, wuchs in Berlin auf. Zusammen mit seiner Frau überlebte er das Warschauer Ghetto und kehrte 1958 nach Deutschland zurück. Das Paar hat einen Sohn, der als Mathe-Professor im schottischen Edinburgh lebt. Einem Millionenpublikum wurde der Kritiker mit der ZDF-Sendung „Das Literarische Quartett“ bekannt. 1999 veröffentlichte er seine Autobiografie „Mein Leben“.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.